crackz
Macht es einer, machen es alle anderen auch. Wenn einer einen coolen Move entdeckt, probiert ihn die ganze Gruppe. Hip-Hop ist – wie alle Szenen – eine Kultur des Kopierens und Klauens, während er doch gleichzeitig den Anspruch erhebt, authentisch und «real» zu sein.
Bruno Beltrão, Choreograf aus Brasilien, der bevorzugt die Gepflogenheiten seiner eigenen Szene zerpflückt, demonstriert nun in seinem neuen Stück, dass es mit der kultigen Realness im Mainstream-Phänomen längst nichts mehr auf sich hat: Er habe, behauptet die Ankündigung, gemeinsam mit seinen Tänzern das choreografische Material seines neuen Stücks aus dem Internet gesammelt.
Alles nur geklaut also. Alles gestohlen, gezogen und geraubt. Die Sampel-Share-Mashup-Methode – sie wird derzeit immer wieder als typische Kunstpraxis für die Ära webbasierter Intertextualität ausgerufen. Zuletzt etwa outete sich auch Wim Vandekeybus in «Booty Looting» sarkastisch als «Beuteplünderer». Der Copy-Paste-Choreograf als neue Rebellen-Rolle in der digitalen Gesellschaft.
Ferne Beats im Dauerdämmer
Okay, in Beltrãos «Crackz» wird der Tanz also «gecracked». Nur: Sieht das überhaupt einer? Man hat manchmal Mühe, überhaupt etwas zu sehen. ...
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Tanz August/September 2013
Rubrik: produktionen, Seite 20
von Nicole Strecker
der lehrer_________
peter appel
Sie waren alles: Tänzer, Ballettmeister, Pädagoge, Direktor, gelegentlich sogar Choreograf. Als was sehen Sie sich am liebsten? Als Lehrer. Ich habe zwar sehr gerne getanzt, aber irgendwann meine größere Leidenschaft in der Pädagogik entdeckt. Ich arbeite lieber mit Leuten, anstatt sie zu dirigieren. Deshalb war die Position eines...
ausstellung_________
tomás saraceno
In sehr luftiger Höhe unter der gewaltigen Glaskuppel des Düsseldorfer K21 Ständehauses hat der argentinische Künstler Tomás Saraceno ein stählernes Spinnennetz gespannt – für mutige Besucher, die mit flauem Gefühl zwischen Himmel und Erde entweder erfahren, was es heißt, sich wie eine Spinne zu fühlen, sobald man 25 Meter über...
für tänzer_________
ausschreibungen
«Residenzprogramm 2014/2015» in Hamburg: Zum siebten Mal vergibt K3 – Zentrum für Choreographie, Tanzplan Hamburg im Rahmen seines Förderprogramms für ChoreografInnen, die am Beginn ihrer professionellen Praxis stehen, drei achtmonatige Residenzen (Aug. 2014 bis April 2015).
Deadline: 5. August
k3-hamburg.de
Der Fonds...
