ausstellungen
ausstellung_________
tomás saraceno
In sehr luftiger Höhe unter der gewaltigen Glaskuppel des Düsseldorfer K21 Ständehauses hat der argentinische Künstler Tomás Saraceno ein stählernes Spinnennetz gespannt – für mutige Besucher, die mit flauem Gefühl zwischen Himmel und Erde entweder erfahren, was es heißt, sich wie eine Spinne zu fühlen, sobald man 25 Meter über dem Abgrund schwebt. Oder aber: von welchen gesellschaftlichen «Co-Abhängigkeiten» (Saraceno) das Leben in der Gemeinschaft abhängt.
Denn jeder Kletterer spürt in diesem von Sicherheitsnetzen abgesicherten Riesengespinst die Schritte der anderen, egal wie weit sie entfernt sind. Jede eigene Bewegung erschüttert sofort auch die aller anderen. Das ist ein Grundprinzip von Choreografie – jeder Schritt hat Folgen. Nirgendwo erfährt man das so körperlich wie in Saracenos Rauminstallation «in orbit», die voraussichtlich bis Herbst 2014 zu erleben ist.
kunstsammlung.de
Berlin, Akademie der Künste, Hanseatenweg, adk.de
«re.act.feminism #2 – a performing archive», Archiv- und Arbeitsstadion mit mehr als 250 Film-, Video- und Foto-Dokumenten der feministischen, genderkritischen und queeren Performancepraxis. Bis 18. August
Berlin, ...
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Tanz August/September 2013
Rubrik: kalender und kritik, Seite 62
von
Auf einem unscharfen Foto tappt ein Cursor herum. Dieser Pfeil zieht seine Linie auf einer pixeligen Mauer entlang. Als das Bild scharf wird, fallen schief liegende, monströs hässliche Betonteile ins Auge. Der Cursor, wie ein Füßchen, setzt Markierungen an die Ecken des kaputten Gebildes, sodass ein Umriss darübergezeichnet wird. Nun endlich kann der Himmel...
Das müsste doch alle Politiker unseres Landes erfreuen: Der Deutsche Berufsverband für Tanzpädagogik, der Deutsche Tonkünstlerverband, der Deutsche Bühnenverein – vertreten durch seinen Geschäftsführenden Direktor Rolf Bolwin, der zugleich Vorsitzender des Beirats der Künstlersozialkasse (KSK) ist –, fordern von der Deutschen Rentenversicherung, sie möchte...
Ausgerechnet der Tod, ausgerechnet die Sterbenden tanzen in den Totentanz genannten Darstellungen, wie sie seit dem Mittelalter verbreitet waren. Sie tanzen gemeinsam und nicht selten wild, in ihren letzten Momenten wie außer Rand und Band. Die Knochen der Totengerippe biegen sich bisweilen wie Gummi; lässig federn die muskel- und fleischlosen Gesellen in den Knien...
