cottbus: Johann Kresnik
ist wieder da. Darmstadt hebt am 5. November seine «Ulrike Meinhof» in den Spielplan, eine widerborstige Kritik an Deutschlands Umgang mit dem damals so getauften Terror. In Cottbus tritt er wieder selbst an, zum 225. Geburtstag des Fürsten von Pückler-Muskau, dessen «Pückler-Eis» jedes Kind kennt. Seine Schlösser und Parks in Bad Muskau und Cottbus-Branitz, seine Liebe zur Landschaftsarchitektur, seine Reisen um die Welt und seine Liebschaften feiert Christoph Klimke im Mehrsparten-Opus «Fürst Pücklers Utopia».
«Die Realität ist nichts, der Traum ist alles», sagte Pückler wie maßgeschneidert für den Begründer des choreographischen Theaters, der mit Schauspielern, Tänzern, Sängern, Chor, Orchester und hundert zirkushaften Statisten wie weiland Fürst Pückler ein Fest feiern will. Pückler ging daran pleite. Kresnik wird das wohl kaum passieren. Premiere ist am 30. Oktober.
www.staatstheater-cottbus.de
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
- Alle tanz-Artikel online lesen
- Zugang zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von tanz
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Die in Stockholm ansässige Lilian Karina Foundation, gegründet von der 1940 nach Schweden emigrierten Ausdruckstänzerin Lilian Karina (1907–2007), hat zum ersten Mal ein Forschungsstipendium vergeben. Ausgeschrieben für Projekte im Bereich von Tanz und Politik, geht die Zuwendung in Höhe von 70.000 Schwedischen Kronen an Laure Guilbert, Lektorin für Tanz an der...
Der Tanzkritiker als Historiker und umgekehrt – was in deutschsprachigen Gefilden süffisantes oder nachsichtiges Lächeln auslöst, geht für Amerikaner wie selbstverständlich zusammen: Da mutiert eine Tanzkritik schon mal elegant zu einer historischen Reflexion. Den Spagat zwischen Kritik und Recherche beherrscht die Grande Dame der US-amerikanischen Tanzkritik,...
Sie war noch lange nicht 18, da hat sie Vladimir Malakhov vom Fleck weg als Erste Solistin ans Berliner Staatsballett engagiert. Acht Jahre ist das her. Inzwischen ist Polina Semionova so populär, dass man für einen Buchtitel getrost auf ihren Nachnamen verzichten kann. Auf 250 Seiten passt ihr Werdegang bereits, obwohl sie «einfach keinen Ballettkörper» hatte...
