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Support von oben: Selbst das Goethe-Institut unterstützt sogenannte «Decentralised Autonomous Organisations» (DAO). Inspiriert wurde diese Organisationsform durch digitale Technologien wie Kryptowährungen, die frei vom Einfluss aller Banken, Regierungen und Aktionäre funktionieren. Dieses Konzept ist für die Kunstszene durchaus interessant, denn auch Theater, Museen, Orchester, selbst die Freie Szene, leben nur sehr bedingt in unabhängigen Strukturen.
Bei aller vermeintlichen Kunstfreiheit sind sie abhängig von Regierungen und deren Budgets, was, wie immer, Vor- und Nachteile mit sich bringt. Neben einer gewissen finanziellen Sicherheit für die Mitarbeitenden sind Theater oft genug auch den Gesetzen der Geldgeber unterworfen, sprich: Sie sind behördenähnliche Gebilde, die nur zu einem Bruchteil aus Kunstschaffenden bestehen. Die von der Politik eingesetzte Leitung ist mehr oder minder genötigt, Druck von oben nach unten weiterzugeben und politische Erwartungen zu erfüllen. DAOs denken gegen diese Tatbestände an. Ihrem Wesen nach sehen sie sich als kollaborative Mitstreiter und funktionieren vielfach eher nach dem Prinzip des Hackathons, also einer Veranstaltung mit dem Ziel, den ...
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Tanz Jahrbuch 2022
Rubrik: Vermessung des Tanzes, Seite 111
von Arnd Wesemann
tanz
Zeitschrift für Ballett, Tanz und Performance
Herausgeber Der Theaterverlag
Redaktion Sofie Goblirsch, Falk Schreiber, Marc Staudacher, Dorion Weickmann (Leitung), Arnd Wesemann, Assistenz: Johanna Rau
Nestorstraße 8-9, 10709 Berlin, Tel +49-(0)30-254495-20, Fax -24, redaktion@tanz-zeitschrift.de, www.tanz-zeitschrift.de
Art Direktion + Gestaltung Marina...
Mit Zuschauern oder ohne, vor halbleerem oder viertelvollem Saal, mit Maske oder ohne: Man konnte als Theaterbesucher schon mal den Überblick verlieren in diesen zwei entbehrungsreichen Jahren. Nur eines war sicher: Vom ersten Lockdown an wurde aus Holland regelmäßig die lebensnotwendige Dosis an moderner Choreografie vertickert, zum konsumentenfreundlichen Preis...
«Wenn wir wollen, dass alles so bleibt, wie es ist, dann ist es nötig, dass sich alles verändert.» Diesen Satz sagt Tancredi in Giuseppe Tomasi di Lampedusas berühmtem Roman «Der Leopard». Trotz des in letzter Zeit entfalteten breiteren Engagements für die Künste und einiger von Kulturminister Dario Franceschini erwirkter Neueröffnungen scheinen gewisse von der...
