Christopher Wheeldon: «Elsinore»
Im Rahmen der Veranstaltungsreihe «Amerikanische Choreografie» gab es im Bolshoi-Theater Moskau die Uraufführung des Balletts «Misericordes» von Christopher Wheeldon zur Musik der 3. Sinfonie von Arvo Pärt. Wheeldons Stück bildete den Mittelteil eines Triptychons mit der «Serenade» George Balanchines und dem Meisterwerk von Twyla Tharp, «In the Upper Room». Aber Wheeldons Wurf für vier Paare und einen Solisten (unter ihnen die führenden Tänzer des Bolshoi, Maria Alexandrova, Svetlana Lukina, Dmitri Gudanov) erwies sich als am wenigsten gelungen.
Der künstlerische Misserfolg hat durchaus prosaische Gründe. In Russland arbeitet Wheeldon zum ersten Mal, obwohl der künstlerische Leiter des Bolshoi-Balletts, Alexei Ratmansky, ihn schon vor Jahren zur Inszenierung des Balletts «Aschenbrödel» von Sergei Prokofjew einladen hat. Wheeldon sagte klugerweise ab; es sei für ihn schwierig, eine Arbeit im Bolshoi mit einem mehraktigen Werk zu beginnen. Diesmal nahm er die Einladung an, wählte selbst das Thema (Hamlet) und die Musik (Arvo Pärt, «Mir gefällt seine Romantik», sagt der Choreograf). Anfangs nannte er sein Stück «Hamlet», aber die Inszenierung glückte nicht. Acht Tage vor der Premiere ...
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