christopher wheeldon

Der Brite ist der Magier unter den Choreografen, jetzt ist er reif für den Ritterschlag – am Royal Ballet.

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Generalprobe hin oder her: Dieser Choreograf bleibt nicht hinterm Regiepult. Während auf der Bühne des Badischen Staatstheaters zwei Ballerinen im Eifersuchtsclinch liegen, wirbelt Christopher Wheeldon durchs Parkett. Jagt nach Fehlern, scannt blitzschnell die Dekoration von «Variations Sérieuses» – und bleibt im Ton vornehm zurückhaltend. Well educated, wie es sich für einen Briten ziemt, der vielleicht vor dem alles entscheidenden Karriereschritt steht: Chef des ehrwürdigen Royal Ballet in London zu werden, wenn Monica Mason 2012 abtritt.



Zum zweiten Mal nach «Schwanensee» hat Wheeldon eine Produktion hierher vergeben, und Birgit Keil, als Karlsruher Tanzdirektorin so er­folg­reich wie seinerzeit als Muse John Crankos, begrüßt «Chris!» mit herzinniger Umarmung. Ihr ist es zu verdanken, dass der 38-Jährige mit einem Abendfüller hierzulande vertreten ist. So kann Birgit Keil mit ihrem Stargast punkten und weiß, wieso: «Er ist ein Wunder an Musikalität, erstaunlich vielseitig dazu, und als ich seinen ‹Schwanensee› sah, wusste ich: Genau das will ich haben!»

Tatsächlich hat Wheeldon allen Traditionsstaub aus den Erzählritzen des Evergreens gepustet und die Geschichte in der Belle ...

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Tanz Mai 2011
Rubrik: menschen, Seite 18
von Dorion Weickmann

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