Choreografen-Wettbewerb Hannover
Der junge Choreograf ist sich selbst am nächsten. Dreht gern Soli um sich selber oder duettiert mit Partnerin Beziehungszoff aus. Ersteres war beim 19. Internationalen Wettbewerb für Choreografen in der Staatsoper Hannover untersagt. Zweites wurde von sechs, unter den 160 Bewerbern ausgewählten Teilnehmern, meist ironiefrei praktiziert.
In der Vorrunde mit 17 Kurzstücken zeigte Ryszard Kalinowski, wie schlecht es verliebten polnischen Männern ergeht. Bleich kam er kaum vom Boden hoch und landete bald wieder auf allen Vieren.
Der Brite Benjamin Duke bekannte sich in «Pave Up Paradise» frech zur Erbsünde, nackte Frauenkörper anziehend bzw. ausziehend zu finden, kommentierte frivol den biblischen Sündenfall auf Zeithöhe und bekam im Finale den zweiten Preis (3000 Euro) der neunköpfigen Jury aus Ballettdirektoren und Choreografen.
Den ersten, mit 6000 Euro dotierten Preis errang der Japaner Shintaro O-ue buchstäblich im Clinch mit dem deutschen Tanzpartner Tilman O‘Donnell. Sein kraftvolles Contact-Duo «del a» mit dem sich aufblasenden Alter ego überraschte durch Akrobatik und Witz ebenso wie Liat Magnezys ästhetisch strenge Intifada-Studie über Gewalt «And She Was ...». Die israelische ...
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Sie sind drei Tage lang gelaufen. Vierzig Männer und Frauen. Mit dem Bus gefahren. Auf einem Laster durch den Dschungel geschaukelt. Haben mit Booten Flüsse überwunden. Ein kleines Flugzeug flog je drei Personen samt Gepäck über die Berge, Fuhre für Fuhre, um sie immer weiter nach Süden zu bringen. Es war die erste große Reise der Xavantes-Indios aus dem Mato...
Birgit Keils Karlsruher Ballettkompanie heimst mit Klassikerproduktionen Erfolge ein. Der neue Ballett-Vierteiler am Badischen Staatstheater, der Choreografien unterschiedlicher Qualität im vielsagenden Titel «Kreationen» zusammenfasst, deutet immerhin die lustvoll ausgekostete Freude an, mit der die jugendlichen Ballerinen und Tänzer moderne Formen ausprobieren....
Herr B. sagt die Feier zum 60. Geburtstag seiner Mutter ab, weil er nach Paris fliegen muss, um zum zwölften Mal «Apartment» von Mats Ek zu sehen. Entsetzen in der Verwandtschaft, und Unverständnis. Die Erklärung, dass Nicolas Le Riche tanzt, macht die Geschichte auch nicht besser.
«Wie konnte es so weit kommen? Wann hat die Sucht begonnen?», würde der Therapeut...
