Chandralekha

ist gestorben

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«Ich bin nicht nur eine Frau, die heute lebt. Ich bin alle Frauen, die je gelebt haben.» Die indische Choreografin Chandralekha lebt nicht mehr, und doch lebt sie weiter in ihrer für den zeitgenössischen Tanz in Indien so bahnbrechenden wie emanzipatorischen Arbeit. In ihren Schülerinnen und Schülern. Und in ihrem choreografischen Werk, auf das man die vielseitige Künstlerin jedoch nicht beschränken sollte. Am 30. Dezember ist die Tanzrevolutionärin Chandralekha Patel mit 78 Jahren in ihrem Strandhaus im südindischen Chennai (Madras) an Krebs gestorben.

Die Arzttochter aus Nadiad im Staate Gujurat malte, schrieb Gedichte und philosophische Essays. Sie stritt vor allem für die Rechte der Frauen und das Verständnis des Körpers jenseits aller Rollenmuster und Gender-Beschränkungen. Sie betrachtete und feierte ihn in ihren Choreografien als Kosmos und einen Hort der Geschichte. «Yantra» – ihr international bekanntestes Stück, 1994 uraufgeführt – ist auch als Tribut an Pina Bauschs «Nelken» zu betrachten. Dem Goethe-Ins­titut in Mumbai (Bombay) ist das Treffen der beiden Avantgardistinnen unter verschiedenen kulturellen Vorzeichen zu danken. Sie sind – jede auf ihre Weise – Pionierinnen ...

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Tanz Februar 2007
Rubrik: Celebrities, Seite 24
von Klaus Witzeling

Vergriffen
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