CD, DVD, Buch tanz 5/25
CD des Monats
SATIE PLANÈS
Da haben sich zwei gefunden. Wie Erik Satie komponiert Alain Planès sozusagen von Kindesbeinen an, und er malt auf seine ganz eigene Art, wie das Cover des Booklets beweist. Dass er die klangliche Aura des Genies ausgerechnet auf einem originalen Pleyel-Piano zu beschwören sucht, hätte dem durchaus spiritistisch interessierten «Maître d’Arcueil» gewiss gefallen. Ebenso wie der Titel der CD, der den Interpreten seiner Musik wie ein Alter Ego erscheinen lässt.
Ganz uneigennützig versucht Planès, Satie gerecht zu werden, in dem er einen Bogen schlägt: von dem frühen «Valse-ballet» über die «Pièces froides» und den beziehungsreichen «Embryons desséchés» bis hin zu den «Avant-dernières pensées», die Satie 1912 seinen komponierenden Freunden Debussy, Dukas und Roussel widmet. Unter den vielen Klavier-Kostproben ragen wie selbstverständlich die «Trois Gymnopédies» und die «Trois Gnossiennes» heraus: minimalistische Meisterwerke, die ihrer scheinbaren Schlichtheit zum Trotz immer etwas Unergründliches, ja Vieldeutig-Menschliches haben. Kein Wunder, dass ihnen immer wieder Choreograf*innen auf die Schliche kommen wollten. So nicht zuletzt Hans van Manen, dessen ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
- Alle tanz-Artikel online lesen
- Zugang zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von tanz
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Tanz Mai 2025
Rubrik: Medien, Seite 62
von
Um die Arbeit des Duos Davi Pontes & Wallace Ferreira zu verstehen, eignet sich eine Anekdote: Beim Gastspiel ihrer neuesten Arbeit «Repertório N.3» im Museum für moderne Kunst zum Wiener Festival «ImPulsTanz» begegnete der Kritiker einer Freundin und ihrer adoleszenten Tochter F., die in den Sommerferien «auch ein bisschen Kultur» erleben sollte. Allzu genau...
damien jalet
Popkultur-Tanz-Grenzgänger Damien Jalet untersucht in Zusammenarbeit mit dem Bildenden Künstler Kohei Nawa, Daft-Punk-Musiker Thomas Bangalter und 18 Tänzer*innen vom Ballett des Grand Théâtre de Genève für «Mirage» Phänomene von Luftspiegelung und Fata Morgana – und wir untersuchen mit «Mirage» von Damien Jalet
christian bauch
Seine vielleicht...
Es wird gefeilscht, was das Zeug hält: «Ich brauche einen charismatischen Tänzer – ich will Antoine Guillaume», sagt er, und prompt quert ein Ballerino mit Grands jetés en manège den Screen; «Ich will Anna», erwidert sie, und schon peitscht per Insert eine fouettierende Grazie heran … «wir befördern sie zur Solistin, das gibt eine großartige Story». Vom Kopfende...
