Casino by Superamas

Cheerleader auf Cash und Pulp Fiction. Girl shoots boy: das jüngste Werk der Gruppe Superamas, «Casino Linz», sah Helmut Ploebst

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Ein weiter, hoher Studioraum, der mit schwarzem Tanzboden ausgelegt ist, drei niedere weiße Podeste um eine großzügige Freifläche, auf einem davon steht eine bequeme Couch, auf der gleich jemand erschossen wird. Im Hintergrund eine Bar. Im Choreographic Centre Linz (CCL), das gerade seinen zweiten Geburtstag mit einer Aufführungsreihe unter dem Titel «Summershowers» feiert, hat sich das französisch-österreichische Kollektiv Superamas den Performancespace für seine jüngste Arbeit aufgebaut: «Casino Linz».


Protagonistinnen des choreografischen Spiels in diesem Casino sind vier bezaubernde «Cheerleader», temperamentvolle junge Mädchen, die das Publikum ordentlich anheizen. Aber, wie schon bei früheren Werken von Superamas, gibt es einen Übergang. Bei «Big, 1st Episode (Reality Show/Artificial Intelligence)» waren es zwei echte Gogo-Tänzerinnen, die über ihr Stereotyp hinausgeführt wurden, und bei «Big, 2nd Episode (Show/Business)» eine richtige Stewardess, die zu Catwoman mutierte. Das hübsche Quartett bei «Casino», mit seinen neckischen, rot-weißen Kostümchen und lustigen roten Pompons, sind also auch keine echten Cheerleader. Sondern Tanzstudentinnen, die ein in den USA populäres ...

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Tanz August/September 2005
Rubrik: Tanz-Kunst, Seite 84
von Helmut Ploebst

Vergriffen
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