Butoh mit Biss
Der Biss ins Ohr
Der erste Kontakt mit Hijikata war selten einfach. Er konnte recht barsch sein, bevor er jemandem sein Herz und seine Tür öffnete, obwohl er andererseits sein Haus nie verschloss. Ich begegnete Hijikata in einer Bar im Szeneviertel Shinjuku, einem Künstlertreff, in dem er sich mit seinen langen Haaren gern bewundern ließ und um Ratschläge gebeten wurde. Ich war zu der Zeit Schauspielerin. Er kam auf mich zu und stellte mir zwei Fragen über mich. Dann biss er mich ins Ohr und rüttelte daran, ohne Vorwarnung.
Sein Blick durchbohrte mich, und er sagte: «Du bist keine Japanerin. Du wirst in Frankreich leben und wirst blaue Augen haben.» Ich sprach damals noch kein Wort Französisch und hatte keine Pläne, nach Europa auszuwandern. Das sollte erst zehn Jahre später geschehen. Aber er war in der Lage, hinter die Menschen und in die Zukunft zu blicken. Er sagte zu mir: «Komm morgen in mein Haus, ab jetzt bist du meine Assistentin.» Sein Wille geschah, unweigerlich, und sofort verpasste er mir meinen Spitznamen: Mari, der Ballon.
Der Biss in die Melone
Ein japanischer Kritiker kam zum Interview und wollte über Tanztechnik reden. Hijikata hasste das. «Ich habe keine Technik», ...
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