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Jo Mihaly findet sich, von Yvonne Hardt als «politische Dichterin des Tanzes» charakterisiert, auch in einem Sammelband wieder, der unter dem Titel Tanzen und tanzen und nichts als tanzen das veränderte Körperbewusstsein in der ersten Hälfte des 20. Jahr­hunderts personalisiert. Herausgeberin Amelie Soyka hat sich darin den Beitrag Valeska Gert («Lauter zischen­de kleine Raketen») vorbehalten. Janine Schulze sucht im Kapitel «Isadora Duncan» den «befreiten Körper».

«Fremdartig wie der ferne Osten» scheint Tatjana Barbakoff, von Anja Hellhammer vollendet vorgestellt, vor allem Fotografen ihrer Zeit zu faszinieren. In ihrer Gegensätzlichkeit gewürdigt, lässt der lesenswerte Exkurs von Yvonne Hardt das Profil von Martha Graham und Doris Humphrey umso deutlicher hervortreten. Nicht alle Portraits geraten so persönlich und gleichzeitig so pointiert wie das der Rosalia Chladek von Gunhild Oberzaucher-Schüller. Manche Studie erschöpft sich schon in der Aufarbeitung archivalischer Materialien. Aber insgesamt ist das Buch ein überzeugender Beweis dafür, dass es am Ende doch die «Tänzerinnen der Moderne von Josephine Baker bis Mary Wigman» gewesen sind, die die Emanzipierung der Frau ...

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Tanz Januar 2005
Rubrik: Bücher, Seite 18
von Hartmut Regitz

Vergriffen
Weitere Beiträge
Ein Ballett namens Drosselmeier

In Hagen hat Richard Wherlock 1993 schon einmal einen «Nussknacker» herausgebracht. Und nun für Basel eine neue Version geschaffen. Er müsste eigentlich «Drosselmeier» heißen. Denn der Pate Drosselmeier steht als Drahtzieher im Mittelpunkt und betritt zu Beginn die leere Bühne, gefolgt von einer Schar Ratten in Punk-Kos­tümen. Ihr Anführer, King Rat, verschafft...

Maßvoller Einstieg

Neueinstiege werden an vorigen Engagements gemessen. Das muss sich auch Jörg Mannes gefallen lassen. Im Oktober wurde er  Ballettchef am Linzer Landestheater – in einer Zeit, da der amtierende Intendant Michael Klügl seinen Abschied Richtung Hannover ankündigt. An die 50 Kandidaten bewarben sich für dessen Nachfolge 2006/07, die meisten aus dem Opernbereich. Denn...

Runde Sache

Vor fünf Jahren, als Merce Cunningham sein mit virtuellen Tänzern bestücktes Werk «Biped» herausbrachte, träumte der letzte große Kongress zum Thema Tanz und Neue Medien von der großen Verschmelzung der virtuellen Realität mit der körperlichen Enti­tät. Nach dem Traum kam nichts mehr. Ein unlösbarer Widerspruch war enstanden, ein Paradox: Je selbstverständlicher...