Bücher

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Jo Mihaly findet sich, von Yvonne Hardt als «politische Dichterin des Tanzes» charakterisiert, auch in einem Sammelband wieder, der unter dem Titel Tanzen und tanzen und nichts als tanzen das veränderte Körperbewusstsein in der ersten Hälfte des 20. Jahr­hunderts personalisiert. Herausgeberin Amelie Soyka hat sich darin den Beitrag Valeska Gert («Lauter zischen­de kleine Raketen») vorbehalten. Janine Schulze sucht im Kapitel «Isadora Duncan» den «befreiten Körper».

«Fremdartig wie der ferne Osten» scheint Tatjana Barbakoff, von Anja Hellhammer vollendet vorgestellt, vor allem Fotografen ihrer Zeit zu faszinieren. In ihrer Gegensätzlichkeit gewürdigt, lässt der lesenswerte Exkurs von Yvonne Hardt das Profil von Martha Graham und Doris Humphrey umso deutlicher hervortreten. Nicht alle Portraits geraten so persönlich und gleichzeitig so pointiert wie das der Rosalia Chladek von Gunhild Oberzaucher-Schüller. Manche Studie erschöpft sich schon in der Aufarbeitung archivalischer Materialien. Aber insgesamt ist das Buch ein überzeugender Beweis dafür, dass es am Ende doch die «Tänzerinnen der Moderne von Josephine Baker bis Mary Wigman» gewesen sind, die die Emanzipierung der Frau ...

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Tanz Januar 2005
Rubrik: Bücher, Seite 18
von Hartmut Regitz

Vergriffen
Weitere Beiträge
Hamburger Widersprüche

Kampnagel erleidet eine Kürzung von 74 000 Euro, zehn Prozent des Produktionsetats, die stattdessen den Privattheatern überwiesen werden Betrieben von der CDU-Fraktion scheint diese Umver­teilung auf den ersten Blick auf Kosten experimenteller und sozial engagierter Projekte zu gehen. Doch längst operiert auch Kampnagel CDU-kompatibel mit Erfolgs-Gastspielen wie...

Runde Sache

Vor fünf Jahren, als Merce Cunningham sein mit virtuellen Tänzern bestücktes Werk «Biped» herausbrachte, träumte der letzte große Kongress zum Thema Tanz und Neue Medien von der großen Verschmelzung der virtuellen Realität mit der körperlichen Enti­tät. Nach dem Traum kam nichts mehr. Ein unlösbarer Widerspruch war enstanden, ein Paradox: Je selbstverständlicher...

Ein Brief aus Taipei

«I don't go out to fuse – I'm a multicultural product.» Wir sitzen vor dem Studio des Cloud Gate Dance Theatre of Taiwan und schauen auf den Bambus, der hier ganz von alleine wächst. Es sind diese riesigen Stauden, die Lin Hwai-min zu seinem Pärt-Stück «Bamboo Dream» angeregt haben. Seine Inspirationsquellen sind nah und weit weg zugleich, in jedem Sinn: «Wir...