buch: zeitgenössisch reden
Was ist zeitgenössischer Tanz? Wie funktioniert er? Vor einem Jahr legte der Journalist Philippe Noisette ein farbenfrohes Werk vor, «Danse contemporaine, mode d’emploi», das diese Frage brillant beantwortet.
Jetzt wird sie bei ihm, mit Erscheinen der englischen Übersetzung, noch einmal gestellt. Dabei musste auf dem Cover die Preljocaj-Szene einer akademischen Figur von Benjamin Millepied weichen.
Auch das Rosa des Umschlags wurde rötlich verdunkelt, um deutlich zu machen, wie sehr auch die englische Fassung gebraucht wird, um aufzuräumen mit Vorurteilen, diese Kunst sei elitär und mache keinen Spaß. Noisettes Werk zu lesen, macht Spaß, von Anfang bis Ende, dank lockerer, freundlicher Aufmachung und lebendiger Fotos. Schwer zugänglich der Tanz? Wie denn, wenn man in ein derart umfassendes Buch von allen Seiten einsteigen kann? Das Kapitel «What’s the point of dance today?» macht klar, dass Vielfalt und Offenheit seine Trümpfe sind. «Dance Myths» räumt mit Vorurteilen auf, «If you like …» stellt die Vielfalt der ästhetischen Tendenzen vor. «Key words» und «Key dates» vermitteln Grundwissen. «They dared to do it» greift die Revolutionen der Tanzgeschichte, und «Risqué ...
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Tanz Mai 2011
Rubrik: medien, Seite 61
von Thomas Hahn
...heißt ein berühmter Text des deutschen Philosophen Hans Blumenberg. Roberto Zappalà, Choreograf aus dem sizilianischen Catania, zeigt das gleichnamige Stück am 7. Mai in der Schwankhalle in Bremen im Rahmen des Festivals «dancing roads compact». Der Mensch, heißt es bei Blumenberg, solle «in seiner Lebensführung den Bedarf an Wegzehrung so beschränken, dass...
Noch sind die schrillen Bilder von der fünfteiligen Performanceserie «Liebe Tod und Teufel – Aktion: Üben Schönheit zu sehen» im Kopf: die erotisch aufgeladenen Fantasiewesen, die kunstvollen Kostüme, die schönen Körper und die minimalistischen, elaborierten Bewegungen. Da liefert Ben J. Riepe seine neue Produktion «Hundstage» ab und irritiert mit einer völlig...
...liebt das Publikum. Deshalb setzt er es nicht auf harte Stühle, er legt es in «You are here» ins Bett, fein säuberlich getrennt von den Nachbarn, die hinter einer Sperrholzwand ihr eigenes Refugium haben. Im Berliner Gasometer senkt sich eine gewaltige Spiegeldecke über das Publikum. Man ist allein mit sich, seinem Blick und den Botschaften der Performer, die...
