buch: zeitgenössisch reden
Was ist zeitgenössischer Tanz? Wie funktioniert er? Vor einem Jahr legte der Journalist Philippe Noisette ein farbenfrohes Werk vor, «Danse contemporaine, mode d’emploi», das diese Frage brillant beantwortet.
Jetzt wird sie bei ihm, mit Erscheinen der englischen Übersetzung, noch einmal gestellt. Dabei musste auf dem Cover die Preljocaj-Szene einer akademischen Figur von Benjamin Millepied weichen.
Auch das Rosa des Umschlags wurde rötlich verdunkelt, um deutlich zu machen, wie sehr auch die englische Fassung gebraucht wird, um aufzuräumen mit Vorurteilen, diese Kunst sei elitär und mache keinen Spaß. Noisettes Werk zu lesen, macht Spaß, von Anfang bis Ende, dank lockerer, freundlicher Aufmachung und lebendiger Fotos. Schwer zugänglich der Tanz? Wie denn, wenn man in ein derart umfassendes Buch von allen Seiten einsteigen kann? Das Kapitel «What’s the point of dance today?» macht klar, dass Vielfalt und Offenheit seine Trümpfe sind. «Dance Myths» räumt mit Vorurteilen auf, «If you like …» stellt die Vielfalt der ästhetischen Tendenzen vor. «Key words» und «Key dates» vermitteln Grundwissen. «They dared to do it» greift die Revolutionen der Tanzgeschichte, und «Risqué ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
- Alle tanz-Artikel online lesen
- Zugang zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von tanz
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Tanz Mai 2011
Rubrik: medien, Seite 61
von Thomas Hahn
Fotografiert, statistisch erfasst und geografisch lokalisiert, wird der Tänzer bald aufhören, uns ein Rätsel zu sein – gespeichert, gefilmt und ausgestellt in Datenbanken, auf Fotowänden und Landkarten. Auf Letztere ließ Olivier Dubois mehr als 20 jüngere oder ältere Exemplare der Spezies farbige Punkte kleben, um zu erfassen, wo überall Tänzer von Gaëlle Bourges...
Schräg bohrt sich das Licht durch die dunkle Bühne und gibt den Blick frei auf eine Gruppe von fünf Männern, die rhythmisch ihren Oberkörper vor- und zurückbeugen. Tranceartig tanzen sie ihr Gebet so, wie sie es jeden Tag in der Synagoge tun, voll Hingabe und mit geschlossenen Augen einen heiligen Text murmelnd. Der Unterschied zwischen einem Gebet und seiner...
...war seit 1991 Folkwang-Professorin für klassischen Tanz. Sie starb am 8. März im Alter von nur 59 Jahren. Die in Budapest geborene Agnes Pallai war 14 Jahre Balletttänzerin an der dortigen Staatsoper, examinierte zur Tanzpädagogin und war lange Jahre als Solotänzerin beim Freiburger Tanztheater beschäftigt. Der beliebten Dozentin, die unter anderem die...
