Buch, CD tanz 4/26
CD des Monats
Strawinskys Musen
Es mögen imaginäre Tänzerinnen und Sängerinnen gewesen sein, die Igor Strawinsky zu seinem Basler «Concerto in D» inspiriert haben. Seine Musik interpretiert haben aber zumeist Männer – etwa Jerome Robbins mit «The Cage». Die Camerata Salzburg wird den Titel ihrer jüngsten CD ohnehin eher eines anderen Werkes wegen gewählt haben – und das realisieren die kollektiven Instrumentalisten so leichtfüßig, ja überirdisch schön, als ob «Apollon musagète» nie seinen Fuß auf die Erde gesetzt hätte.
George Balanchine jedenfalls hätte seine helle Freude an dieser Einspielung gehabt, die sein Ballett noch lichter erscheinen lässt, als es ohnehin schon ist.
Und ebenso sein Kollege Robbins am New York City Ballet, der den beiden anderen Stücken eine bewegende wie bleibende Bühnengestalt gegeben hat. So 1972 auch dem «Concerto in Es für Kammerorchester», das man eher unter dem Ortsnamen seiner musikalischen Uraufführung kennt: «Dumbarton Oaks». Strawinsky hatte es 1938 zum 30. Hochzeitstag von Hausherr Robert Bliss komponiert. So klar und zugleich so komplex, wie es die Camerata hören lässt, hätte das Konzert auch ebensogut als Motivationsschub bei einer Konferenz ...
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Tanz April 2026
Rubrik: Medien, Seite 64
von
Deutschland
On tour
Compagnie Hervé Koubi mit «Sol Invictus», Liebeserklärung an den Tanz und das Leben von Hervé Koubi mit einem Mix aus Streetdance, Sufi und Hip–Hop: Fulda, Schlosstheater, 22. April; Aschaffenburg, 25. April; Fürth, 30. April, 1.–4. Mai; Villingen-Schwenningen, 8. Mai; Bonn, Oper, 28.–30. Mai www.temalproductions.com
«Lord of the Dance», die...
Timo Herbst kennt sich aus mit Bewegung. Seine interdisziplinären Arbeiten, die von Zeichnungen und Multimedia-Installationen über Objekte aus dem 3D-Drucker bis hin zu Lecture Performances reichen, wechseln zwischen Alltäglichem und Politischem. Choreografien von Menschen und Autos auf der Straße, von dirigierenden Händen, tanzenden Körpern oder Spuren des...
Die Menschen wirken wie kleine Figuren zwischen großen Kugeln. Wie auf einem Spielfeld bewegen sie sich in Ivar van Woenzels «s-now-s» vor, neben, auf und um die weißen Laufkugeln. Sie schieben sie, schwingen sich darüber, laufen auf ihnen. Es ist ein ständiger Balanceakt, den van Woenzel gemeinsam mit dem Gelsenkirchener Tanzensemble kreiert hat.
Van Woenzel ist...
