Brief aus Kopenhagen
Kedja Kopenhagen zum Beispiel – ich finde solche Riesen-Events klasse. Wenn die Tanzbranche sich trifft, wird’s immer lebendig und lustig und spät und weinselig. Schließlich ist die Zeit knapp, Barrieren und Hemmungen müssen schnell schwungvoll überwunden werden. Nach Dänemark reisten circa 200 Tänzer, Choreografen, Pädagogen und Tanz-Verwalter aus Skandinavien, Finnland und dem Baltikum, um «The Skills and Education of the Choreographer» zu diskutieren.
Die ehrgeizige Veranstaltung ist Teil des Netzwerk-Projekts «kedja» (isländisch «Kette»), bei dem in sechs Etappen in ebenso vielen Städten über drei Jahre Ist- und Soll-Zustand der Kunstform mit Geografie verknüpft wird. Dem erstrebten Austausch wurden Panels, Podien, Workshops, Vorträge, Kaffeepausen, Ortsbesichtigungen, Abendvorstellungen, formelle und informelle Debatten eingerichtet. Es standen internationale Mentoren, Professoren und Consultants zur Verfügung. Leider auch im Weg.
Sagen wir’s so: Je größer ein Event, desto weiter strahlt es (die Kedjaner erhoffen sich jedenfalls, qua Masse selbst definieren zu dürfen, was «Nordic Dance» ist. Obwohl sie ehrlich eher glauben, den gibt es nicht); effektiv gearbeitet wird immer ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
- Alle tanz-Artikel online lesen
- Zugang zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von tanz
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Stefanie Hahnzog fand als Theaterwissenschaftlerin und Regieassistentin im zeitgenössischen Tanz Antworten auf die Fragen, die im Theater zu selten gestellt wurden, entdeckte Körperdiskurse in Bewegung und Vertrauen in die Präsenz der Körper. Sie ist Body-Mind Centering® Practitioner und Dramaturgin für Tanz und Performance in München und liebt als Künstlerin und...
Am Neujahrstag 1972 versammelte sich die französische Kulturnation erwartungsvoll vor dem Fernseher. Zum ersten Mal ging das dritte Programm auf Sendung, und wie es die patriotische Pflicht gebot, leuchteten die Farben der Trikolore aus dem Kasten: In Rot, Blau und Weiß schillerten die Kos-tüme der allerersten Ausstrahlung, die das Publikum um einhundertvierzig...
Richard Wherlock gibt nicht auf. Auch wenn das Ballett Basel derzeit mal wieder zur Disposition steht, und zwar ausschließlich aus finanziellen Gründen, sucht er weiterhin nach Stoffen, aus welchen Tänze sind. Und er scheint fündig geworden zu sein. Aber anders als John Neumeier in seiner Stuttgarter «Kameliendame» interpretiert er in «La Traviata – ein Ballett»...
