Brief aus Kopenhagen
Kedja Kopenhagen zum Beispiel – ich finde solche Riesen-Events klasse. Wenn die Tanzbranche sich trifft, wird’s immer lebendig und lustig und spät und weinselig. Schließlich ist die Zeit knapp, Barrieren und Hemmungen müssen schnell schwungvoll überwunden werden. Nach Dänemark reisten circa 200 Tänzer, Choreografen, Pädagogen und Tanz-Verwalter aus Skandinavien, Finnland und dem Baltikum, um «The Skills and Education of the Choreographer» zu diskutieren.
Die ehrgeizige Veranstaltung ist Teil des Netzwerk-Projekts «kedja» (isländisch «Kette»), bei dem in sechs Etappen in ebenso vielen Städten über drei Jahre Ist- und Soll-Zustand der Kunstform mit Geografie verknüpft wird. Dem erstrebten Austausch wurden Panels, Podien, Workshops, Vorträge, Kaffeepausen, Ortsbesichtigungen, Abendvorstellungen, formelle und informelle Debatten eingerichtet. Es standen internationale Mentoren, Professoren und Consultants zur Verfügung. Leider auch im Weg.
Sagen wir’s so: Je größer ein Event, desto weiter strahlt es (die Kedjaner erhoffen sich jedenfalls, qua Masse selbst definieren zu dürfen, was «Nordic Dance» ist. Obwohl sie ehrlich eher glauben, den gibt es nicht); effektiv gearbeitet wird immer ...
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