Bouché, Fukuda, Harush «Serenaden»
Von bedeutsam über wohltuend bis am Thema vorbei – «Serenaden» an der Opéra du Rhin in Straßburg lässt wenig offen. Es geht um die Auseinandersetzung internationaler Choreografen unserer Zeit mit George Balanchine. Bruno Bouché, Direktor und Chefchoreograf der Kompanie, hatte die japanisch-britische Tänzerin und Choreografin Brett Fukuda sowie den französisch-israelischen Choreografen und Psychotherapeuten Gil Harush eingeladen.
Letzterer setzte seine Neukreation zu Balanchines «Serenade» aus dem Jahr 1935 in Szene, leider ohne Erfolg: Seine «Sérénade» erwies sich trotz beredtem Tagebuch im Programmheft als auf der Bühne großbesetztes, aber unverständliches Nachtspektakel in japanischen Hosen mit Fransenoberteilen über die Liebe in dunklen Zeiten, dessen Spuren man zu schnell verlor, um überhaupt Thesen aufzustellen. Von überzeugender Klarheit hingegen Fukudas «Muse Paradox». Sie hatte sich Balanchines «Apollo» zu Strawinskys Komposition «Apollon musagète» aus dem Jahr 1928 vorgenommen. Mit weiblichem Blick überführte sie das übermächtige Meisterwerk schnörkellos, ironisch und bezwingend in eine zeitgemäße Version. Besetzt mit zwei starken Frauenrollen, spiegelte ihre Choreografie ...
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Tanz Februar 2024
Rubrik: Backlights, Seite 49
von Alexandra Karabelas
Deutschland
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tanz. Zeitschrift für Ballett, Tanz und Performance
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