Multitasking
Die Liste ihrer Berufsbezeichnungen ist lang: Tänzerin, Choreografin, Regisseurin, Kuratorin, Creative Director, Leiterin des Kollektivs FMKF. Zu ihren Arbeiten zählen Performances, Tanzfilme, Musikvideos, Werbespots, Choreografien für Fashion Shows und und und …. Franka Marlene Foth überschreitet Genre-Grenzen, auch im Tanz. Wir treffen uns im Café der Berliner Schaubühne.
Marlene, schon Dein Einstieg in den Tanz war facettenreich.
Das stimmt, ich habe als Kind gleichzeitig angefangen, Ballett und Streetdance zu tanzen, das heißt, ich hatte von Anfang an Zugang zu zwei Welten. Dann bin ich einfach meinem Interesse gefolgt – der Bewegung. Ich hatte nie im Kopf: «Ich will Tänzerin werden», das ist einfach passiert. Ich bin jeden Tag obsessiv ins Training gerannt und habe immer mehrere Stile parallel trainiert. Mir wurde schnell langweilig, wenn ich eine Sache zu lange gemacht habe. Mit 16 hatte ich meinen ersten Job als Tänzerin, habe im Kommerziellen gearbeitet. Das hat großen Spaß gemacht, aber mir hat immer irgendwas gefehlt oder nicht gepasst. Ich wollte eher ans Theater, vor allem an eigenen Kreationen arbeiten. Später habe ich eine Ausbildung zur zeitgenössischen ...
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Tanz 4 2023
Rubrik: Praxis, Seite 59
von Johanna Rau
PICASSO X DANCE
Dass Pablo Picasso ein epochaler Künstler war, steht außer Frage. Dass er als Mensch schwierig war, ist ebenfalls unstrittig. Aber wie groß war eigentlich der Einfluss des 1973 gestorbenen Malers, Grafikers und Bildhauers auf den Tanz? Arte widmet Picasso am 2. April einen ganzen Thementag mit rund 16 Stunden Programm, und hier startet um 23:40 auch...
Wenn sich im Gebirge ein Unwetter verzogen hat, dann entsteht manchmal eine bemerkenswerte Lichtsituation. Die dunklen Wolken hängen tief, die Berge sind im dichten Nebel versteckt, aber direkt über dem Boden befindet sich eine klare Zone, durch die sich gleißendes Licht bricht. Es ist hell, aber die Wolken sind weiterhin da, schwarz und drohend, es könnte sein,...
Esther Boldt, wir kennen uns schon lange, wir sind per Du – auch in diesem Gespräch, nicht als kumpelige Distanzlosigkeit, sondern als gelebte Sprachpraxis. Esther, mir wurde mal von einem Künstler vorgeworfen, dass er die ganze Arbeit macht, während wir Kritiker*innen nur beschreiben würden, was er im Vorfeld geleistet habe …
Den Eindruck teile ich nicht. Mein...
