Multitasking
Die Liste ihrer Berufsbezeichnungen ist lang: Tänzerin, Choreografin, Regisseurin, Kuratorin, Creative Director, Leiterin des Kollektivs FMKF. Zu ihren Arbeiten zählen Performances, Tanzfilme, Musikvideos, Werbespots, Choreografien für Fashion Shows und und und …. Franka Marlene Foth überschreitet Genre-Grenzen, auch im Tanz. Wir treffen uns im Café der Berliner Schaubühne.
Marlene, schon Dein Einstieg in den Tanz war facettenreich.
Das stimmt, ich habe als Kind gleichzeitig angefangen, Ballett und Streetdance zu tanzen, das heißt, ich hatte von Anfang an Zugang zu zwei Welten. Dann bin ich einfach meinem Interesse gefolgt – der Bewegung. Ich hatte nie im Kopf: «Ich will Tänzerin werden», das ist einfach passiert. Ich bin jeden Tag obsessiv ins Training gerannt und habe immer mehrere Stile parallel trainiert. Mir wurde schnell langweilig, wenn ich eine Sache zu lange gemacht habe. Mit 16 hatte ich meinen ersten Job als Tänzerin, habe im Kommerziellen gearbeitet. Das hat großen Spaß gemacht, aber mir hat immer irgendwas gefehlt oder nicht gepasst. Ich wollte eher ans Theater, vor allem an eigenen Kreationen arbeiten. Später habe ich eine Ausbildung zur zeitgenössischen ...
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Tanz 4 2023
Rubrik: Praxis, Seite 59
von Johanna Rau
Rotterdam bekommt ein neues Tanzhaus. Am Südufer der Maas wird ein ehemaliges Lagerhaus von der chinesischen Firma MAD-Architects zu einem Powerhouse für den Tanz umgebaut. Das Haus ist eigentlich Teil des FENIX Lagerhauses, in dem die Stiftung Droom en Daad ein Museum für Migration einrichtet. Die Stiftung, die in Stadtentwicklung insbesondere im Bereich Kultur...
Die Bühne liegt in Schwarz, bedeckt unter Papier. Aus dem Graben klingt Musik von Arvo Pärt und Dobrinka Tabakova. Und von unten nach oben klettern wieder und wieder einzelne Tänzerinnen und Tänzer der Kompanie des Theaters St. Gallen. Auf ihren Kostümen haben sich die Straßen der Stadt eingeschrieben, die die vergangenen Jahre ihre Heimat war. Und auf denen sich...
ISA ROSENBERGER
Die Wahlwienerin Isa Rosenberger recherchiert zu alternativen Lesarten von Geschichte und entwickelt aus den Ergebnissen ihrer Forschung künstlerische Inszenierungen. «Schatten, Lücken, Leerstellen», noch bis 1. Mai im Kunsthaus Graz zu sehen, ist die bislang umfangreichste Ausstellung der Mittfünfzigerin, präsentiert werden sechs ältere Werke sowie...
