biennale tanzausbildung

heißt das zweijährliche Treffen der deutschen Tanzhochschulen. Vom 6. bis zum 12. März findet es in Frankfurt am Main statt, unter der künstlerischen Leitung von Dieter Heitkamp. Im Gespräch mit Klaus Kieser.

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Dieter Heitkamp, was bedeutet «Kulturerbe Tanz», das diesjährige Motto der «Biennale Tanzausbildung»? Es knüpft an die Methoden der Rekonstruktion an, um die es bei der vorangegangenen Biennale ging. In Frankfurt gibt es viele Aktivitäten, die mit Dokumentation zu tun haben, sei es die «Motion Bank», seien es Oral-history-Projekte. «Kulturerbe Tanz» ist als Begriff auch deshalb so wichtig, weil bei Politikern praktisch keinerlei Kenntnisse von Tanz, Tanzgeschichte und dem gesellschaftlichen Potenzial von Tanz vorhanden sind.



Wie gestalten Sie diese Anknüpfung konkret aus?
Für die Frankfurter Hochschule für Musik und Darstellende Kunst, deren Tanzabteilung im vergangenen Jahr ihr 50-jähriges Bestehen feierte, ging es darum zu fragen: Welches Erbe haben wir angetreten? Warum funktionieren wir so und nicht anders? Ich fand es sehr interessant festzustellen, dass der erste Leiter der Tanzabteilung, Peter Ahrenkiel, mit Dore Hoyer getanzt hatte, und dass Egbert Strolka, Leiter von 1980 bis 1998, Ballettmeister bei Pina Bausch war und der Erste, der Gastchoreografen und Choreografen aus der freien Szene in die künstlerische Ausbildung geholt hat. Das gehört für mich zum Erbe in der ...

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Tanz März 2012
Rubrik: praxis, Seite 68
von Klaus Kieser

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