biennale tanzausbildung
Dieter Heitkamp, was bedeutet «Kulturerbe Tanz», das diesjährige Motto der «Biennale Tanzausbildung»? Es knüpft an die Methoden der Rekonstruktion an, um die es bei der vorangegangenen Biennale ging. In Frankfurt gibt es viele Aktivitäten, die mit Dokumentation zu tun haben, sei es die «Motion Bank», seien es Oral-history-Projekte. «Kulturerbe Tanz» ist als Begriff auch deshalb so wichtig, weil bei Politikern praktisch keinerlei Kenntnisse von Tanz, Tanzgeschichte und dem gesellschaftlichen Potenzial von Tanz vorhanden sind.
Wie gestalten Sie diese Anknüpfung konkret aus? Für die Frankfurter Hochschule für Musik und Darstellende Kunst, deren Tanzabteilung im vergangenen Jahr ihr 50-jähriges Bestehen feierte, ging es darum zu fragen: Welches Erbe haben wir angetreten? Warum funktionieren wir so und nicht anders? Ich fand es sehr interessant festzustellen, dass der erste Leiter der Tanzabteilung, Peter Ahrenkiel, mit Dore Hoyer getanzt hatte, und dass Egbert Strolka, Leiter von 1980 bis 1998, Ballettmeister bei Pina Bausch war und der Erste, der Gastchoreografen und Choreografen aus der freien Szene in die künstlerische Ausbildung geholt hat. Das gehört für mich zum Erbe in der ...
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Tanz März 2012
Rubrik: praxis, Seite 68
von Klaus Kieser
Einmal erwähnt Rainer Maria Rilke in seinen «Duineser Elegien» einen Tänzer. Nur das Programmheft zur Rilke-Choreografie von Dominique Dumais, das alle zehn Gedichte auszugsweise abdruckt, ebenso die Off-Stimme, die einige Teile spricht, lassen diese Stelle aus der vierten Elegie weg: «dann erst kam der Tänzer. / Nicht der. Genug! Und wenn er auch so leicht tut, /...
Wenn Sie als Tänzer auftreten, dann sind Sie ein ausübender Künstler im Sinne des Urheberrechtsgesetzes. Dies gilt unabhängig davon, ob Sie nun in der freien Szene oder an einem festen Haus auftreten. Auch ist es egal, ob Sie an dem festen Haus nur als Gast oder auf der Grundlage eines Normalvertrages Bühne beschäftigt werden. Der ausübende Künstler hat nach § 77...
newcomer_________
paula rosolen
«Jetzt bin ich frei», sagt Paula Rosolen beim Gespräch im Café nah dem Frankfurter Künstlerhaus Mousonturm. Dort probte sie drei Wochen lang ihr neues Stück, «Piano Men». Frei, das ist toll und verheißungsvoll: außerhalb von Institutionen und Ausbildung zu arbeiten. Gleichzeitig hat sie Bammel davor: sich selbst um Fördergelder und...
