Biblioteca do Corpo

Ismael Ivo

Tanz - Logo

Sie fangen mit einer neuen Folge Ihres gemeinsam mit dem Festival «ImPulsTanz» entwickelten Trainingsprogramms für professionelle Tänzer, «Biblioteca do Corpo», an – wie muss man sich eine «Bibliothek des Körpers» vorstellen? Der Titel ist inspiriert von Jorge Luis Borges’ «Bibliothek von Babel». Sie wird von Generation zu Generation weitergegeben. Jedes Buch birgt spezielle Informationen, die jeder und jede auf ureigene Weise rezipieren kann.

Ich denke, dass der menschliche Körper selbst Teil einer Weltbibliothek ist, in der eben auch jeder und jede auf ureigene Weise Lebenserfahrung und Kunst aufnimmt und die Information weitergibt. In den Workshops werden Informationen ausgetauscht, um eine neue Sprache zu finden. Die «Biblioteca do Corpo» soll zur Inspirationsquelle für junge Tänzer werden.

Sie arbeiten jetzt zum zweiten Mal mit dem Tanzwerk 101 in Zürich zusammen. Hier findet die erste Woche des Programms statt, bevor die Gruppe dann für einen Monat nach Wien zu «ImPulsTanz» fährt. Warum Zürich? Das Tanzwerk 101 ist von der Größe und der Infrastruktur her ideal für das Zusammentreffen internationaler Künstler, bevor sie in den Trubel des Festivalbetriebs eintauchen.

Was ...

Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo

Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
  • Alle tanz-Artikel online lesen
  • Zugang zum ePaper
  • Lesegenuss auf allen Endgeräten
  • Zugang zum Onlinearchiv von tanz

Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen

Digital-Abo testen

Tanz August/September 2017
Rubrik: Praxis, Seite 72
von Lilo Weber

Vergriffen
Weitere Beiträge
Newcomer, Personalien August/September 2017

Newcomer: Marcus Pei

Er hat schon manchen Preis gewonnen – in Mathematik zum Beispiel. Denn Marcus Pei ist ein mathematisch-musisches Phänomen. Er fand die logischen Naturwissenschaften als Kind spannender als das Ballett und ließ sich von der Mutter eher widerwillig in den Tanzsaal schieben. Irgendwann hat es ihn dann doch gepackt – als er in musikalischen und...

Rosalie

Es war eine Begegnung aus dem Zauberbuch der Zufälle. Die Bühnenbildnerin steht mit blauen Händen in der Telefonzelle im Stuttgarter Staatstheater, der Choreograf passt sie ab: «Mit Dir möchte ich arbeiten. Und zwar sofort!» So zielstrebig begann 1982 eine Beziehung, die mehr war als ein Arbeitsverhältnis. In rosalie und Uwe Scholz trafen zwei Seelenverwandte...

Bücher, CDs, DVDs August/September 2017

Verboten: O-Ton Pina Bausch

Wer hätte gedacht, dass ausgerechnet ein Tanz-Buch womöglich Rechtsgeschichte schreibt. Wenn es bei dem Urteil bleibt, das am Berliner Landgericht in Sachen «O-Ton Pina Bausch» ergangen ist, steht mutmaßlich mehr auf dem Spiel als die Frage, ob die Regisseurin und Choreografin Ruth Berghaus darin richtig und angemessen wiedergegeben ist....