Biblioteca do Corpo
Sie fangen mit einer neuen Folge Ihres gemeinsam mit dem Festival «ImPulsTanz» entwickelten Trainingsprogramms für professionelle Tänzer, «Biblioteca do Corpo», an – wie muss man sich eine «Bibliothek des Körpers» vorstellen? Der Titel ist inspiriert von Jorge Luis Borges’ «Bibliothek von Babel». Sie wird von Generation zu Generation weitergegeben. Jedes Buch birgt spezielle Informationen, die jeder und jede auf ureigene Weise rezipieren kann.
Ich denke, dass der menschliche Körper selbst Teil einer Weltbibliothek ist, in der eben auch jeder und jede auf ureigene Weise Lebenserfahrung und Kunst aufnimmt und die Information weitergibt. In den Workshops werden Informationen ausgetauscht, um eine neue Sprache zu finden. Die «Biblioteca do Corpo» soll zur Inspirationsquelle für junge Tänzer werden.
Sie arbeiten jetzt zum zweiten Mal mit dem Tanzwerk 101 in Zürich zusammen. Hier findet die erste Woche des Programms statt, bevor die Gruppe dann für einen Monat nach Wien zu «ImPulsTanz» fährt. Warum Zürich? Das Tanzwerk 101 ist von der Größe und der Infrastruktur her ideal für das Zusammentreffen internationaler Künstler, bevor sie in den Trubel des Festivalbetriebs eintauchen.
Was ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
- Alle tanz-Artikel online lesen
- Zugang zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von tanz
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Meistens tanzen sie hinter verschlossenen Türen, auf glatten Parkettböden: Tangotänzerinnen in eleganten Kleidern, Tangotänzer in feinen Hemden. Der Sommer öffnet ihnen andere Räume, in München oder anderswo. Melancholische Tangomusik schallt aus Lautsprechern über öffentliche Plätze. Die Kleidung ist leger. «Open Street Milongas» heißen die Tango-Stunden, die...
In nicht wenigen Staaten dieser Welt sieht es doch so aus: Wenn du dein Wohnzimmer zur unabhängigen Republik erklärst, musst du Barrikaden bauen und die Belagerung durch Scharfschützen einkalkulieren; wenn du dort ein Tonstudio betreibst, aber deine Songs den Herrschern missfallen, wenn du gar eine populäre Protestmusik erfindest – dann endest du als politischer...
Die Last der niedrigen Decke wiegt schwer, der Raum ist kühl, während draußen die Sonne brennt. Ungefähr zehn Leute haben sich an diesem Sonntagmorgen in einem gewölbeartigen, von Säulen gestützten Raum im Keller des Krameramtshauses eingefunden, in dem die niederländische Bibliothek zu Münster ihren Sitz hat. Wir alle sind neugierig darauf zu erfahren, wie wir...
