Beste Botschafter
Wer und was wird zur Tanzplattform Deutschland geladen: die besten Produktionen, die kühnsten Choreografen und Choreografinnen des Landes? Das Besten-Prinzip galt jedenfalls, als das Centre International de Bagnolet pour les Œuvres Chorégraphiques unter der Leitung von Lorrina Niclas alle zwei Jahre die «Rencontres Chorégraphiques Internationales de Seine-Saint-Denis» veranstaltete, in Bagnolet, in Bobigny, in Seine-Saint-Denis, in drei Vororten von Paris.
Dieses wichtige Tanzfestival im Zeichen der «Begegnungen» hatte selbst einen Vorgänger: den harten Internationalen «Concours de Bagnolet». Dort siegten nur selten Nicht-Franzosen, 1975 etwa Royston Maldoom und Susanne Linke. 1988 fand der Wettbewerb das letzte Mal statt, 1990 wurden die «Rencontres» aus der Taufe gehoben, die schon eher auch mal nicht-nationale Gewinner kürten, darunter Rui Horta oder die amerikanische Choreografin Amanda Miller.
Keine Olympiade, sondern Marktplatz
Die «Rencontres» riefen andere auf den Plan. So entstand 1994 die «Tanzplattform Deutschland» und 1995, dank der Initiatorin Gaby Aldor, die «International Exposure» in Israel. Die «British Dance Edition» folgte 1998, 2006 kamen die «Swiss Dance ...
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Tanz März 2020
Rubrik: Tanzplattform, Seite 10
von Arnd Wesemann
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