Berlin: Meg Stuart «Projecting [Space[»

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Jeden Raum, den der Mensch in seiner Geschichte betreten hat, den hat er auch verändert, nicht selten zerstört, mindestens aber zivilisiert. Er hat den Boden aufgerissen, durchwühlt, kilometertief untertunnelt, die Schätze daraus geborgen. Und als es nichts mehr zu holen gab, ist er weitergezogen. So jedenfalls im Ruhrgebiet, wo seit dem Ende der Kohleförderung die alten Industrieruinen jahrzehntelang vor sich hinrosteten. Bis sie kamen: die Künstler und Kulturschaffenden.

Im Grunde landeten sie dort wie Aliens, die aus den Maloche-Zentren Kunstorte machten, also die höchste Stufe der Zivilisation? An diese Transformation erinnerte vor gut einem Jahr Meg Stuart, als sie im Auftrag der «Ruhrtriennale» eine Halle ausfindig machte, die noch nicht von der Sektflöten-Musik-Theater-Fraktion erobert worden war: die Maschinenhalle der Zeche Lohberg in Dinslaken. Dort entstand «Projecting [Space[»: ein Raum für Projektionen, für den Traum von neuen Gesellschaftsformen, auch für schaurige Echos aus der Historie. 

Am Originalschauplatz beginnt es draußen. Auftritt eines Gabelstaplers und eines Baggers; auf den Schaufeln baumelt jeweils ein Tänzer. Die schweren Maschinen heben behutsam die ...

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Tanz Oktober 2018
Rubrik: Kritik 10/18, Seite 38
von Nicole Strecker

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