berlin: dries verhoeven...
...liebt das Publikum. Deshalb setzt er es nicht auf harte Stühle, er legt es in «You are here» ins Bett, fein säuberlich getrennt von den Nachbarn, die hinter einer Sperrholzwand ihr eigenes Refugium haben. Im Berliner Gasometer senkt sich eine gewaltige Spiegeldecke über das Publikum. Man ist allein mit sich, seinem Blick und den Botschaften der Performer, die schriftlich Fragen unter der Tür durchschieben oder einem mit Delikatessen die Ruhe rauben. Bis sich der Spiegel hebt und Einblick in die gigantische Choreografie der Bettlägerigen beschert.
Da merkt man erst, wie sehr man ein isoliertes Teilchen des Ganzen ist, und starrt fasziniert in ein gigantisches Gedankenspielkabinett. Der niederländische Szenograf wird dafür gefeiert: als einer der subtilsten Choreografen des Blicks, vom 16. bis 26. Mai.
hebbel-am-ufer.de
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Tanz Mai 2011
Rubrik: kalender highlights, Seite 34
von
Ein Zentaur ist auf der Bühne zu sehen, halb Mensch, halb Pferd. Eine Harpyie, in einen festen Vogelrumpf eingeschlossen, beugt sich mit begehrlichem Blick über die Besuchermassen, als ließe sich unter ihnen leicht etwas Fressbares finden. Der Kopf eines «Zuckerclowns», weiß geschminkt wie alle anderen Fabelwesen, scheint körperlos in einer Kaffeetasse zu...
Residenzen von September 2011 bis Juni 2012 bietet Robert Wilsons Watermill Center in New York «to extend the existing norms of performance practice». Bewerbungen bis 31. Mai über: www.watermillcenter.org/programs/residencies
Der «steirische herbst» in Graz ist fasziniert von der verstärkten philosophischen Auseinandersetzung mit Werken und Praktiken...
...und Oliver Proske gründeten 1998 das Berliner Performancekollektiv Nico and the Navigators. Sie gewinnen den diesjährigen, mit 20.000 Euro dotierten «George-Tabori-Preis» des Fonds Darstellende Künste. Das alle Sparten umgreifende Ensemble entstand am Bauhaus Dessau und entwickelte in Berlin seine choreografisch bildstarken Formate zuletzt zu Musik von Franz...
