Bellezza

Fünf Choreograf*innen und neun Tänzer*innen triumphieren über die Zeitlichkeit und ihre Stürme: «Scirocco» ist ein fulminanter Start für das Ensemble WinnDance, findet Dorion Weickmann

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Im Hochsommer 2026 ist Venedig alles andere als eine Traumdestination: Die hitzegeplagte Lagunenstadt stöhnt bis hinaus in die Giardini, wo Florentina Holzingers Pipi-Installation «Seaworld Venice» (tanz 6/26) gerade so müffelt wie die veralgten Kanäle ringsum. Wer kann, flüchtet unter den Sonnenschirm der nächsten Trattoria, bis der Sonnenuntergang naht und damit auch der gut gekühlte Theaterabend. Zum 20.

Mal lockt die «Biennale Danza» Gäste aus der weiten Welt und aus dem Bauch des Branchenzirkels in die Serenissima, wo der soeben verlängerte Künstlerische Leiter Sir Wayne McGregor ein interessantes, umsichtig kuratiertes Programm präsentiert. Es spiegelt die Fragen der Zeit ohne demonstrative Aufdringlichkeit und legt außerdem mit «Biennale College Danza» eine Schneise in die Zukunft. Dabei löst keine Aufführung das Festivalmotto «Time does not exist» so stringent und überzeugend ein, wie der erste Auftritt des neu formierten Ensembles WinnDance mit der Uraufführung «Scirocco» (tanz jb/26). Besetzungstechnisch hat der zweiteilige Abend, der von Venedig aus auf Tour ging und zwischenzeitlich bereits in Bonn zu sehen war, Gala-Format: Neun Tänzer und Tänzerinnen von Weltrang ...

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Tanz Oktober 2026
Rubrik: Produktionen, Seite 12
von Dorion Weickmann

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