Barton, de Candia, Chouinard, Gauthier, Goecke, Heise, Naharin «Radical Classical»
Um jüngerem Publikum den Zugang zu klassischer Musik zu erleichtern, hat Eric Gauthier sich für seine sechs Juniors und zwei Praktikant*innen mit «Radical Classical» ein Programm einfallen lassen, das etwas latent Verführerisches hat und auf eher indirekte Weise das Interesse dafür weckt.
Der Chef von Gauthier Dance macht Lust auf Musikalisches, indem er vor jeder Choreografie in kleinen Filmporträts etwas von der Begeisterung spüren lässt, die eine Sängerin, ein Geigenbauer, ein Dirigent oder eine Schlagzeugerin bei der Ausübung ihres Berufs empfinden.
Da ist immer wieder vom Einklang die Rede, mehr noch von einem Einswerden von Kunst und Körper, das eigentlich nur noch einer Sichtbarmachung bedarf. Und dafür sorgt gleich zu Beginn Andreas Heise mit den «Frühlingsstimmen» von Johann Strauß, auch wenn Sascha Thomsen das Körperhafte der Choreografie unter den aufblitzenden schwarzen Pulli-Kostümen fast schon wieder zum Verschwinden bringt: ein ausgelassenes Gesellschaftsspiel nicht ohne sportive Sidekicks, gerade richtig zum Aufwärmen.
In medias res geht es im Anschluss bei den symmetrisch angelegten Solo- und Duo-Stücken des Programms. Das «Prélude à l’après-midi d’un faune» von ...
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Tanz März 2026
Rubrik: Kalender, Seite 44
von Hartmut Regitz
Mit 15 Jahren begann sie zu tanzen. Nur fünf Jahre später wurde sie 2010 Teil des Nederlands Dans Theater 2, 2013 wechselte sie in die Hauptcompagnie des NDT. And the rest is history, könnte man sagen. Chloé Albaret hat eine ziemlich beispiellose Karriere hingelegt. 2020 mit einem «Zwaan» für ihre Performance in Edward Clugs «Aperture» ausgezeichnet, tanzte sie...
Ihr Beruf?
Einst Tänzer, heute Choreograf
Ihr Temperament?
Geselliger Melancholiker
Was ist das Schönste, das Sie je über sich gehört haben?
Dass ich sehr gutes Handwerk mache
Und das Ärgerlichste?
Dass ich kein gutes Handwerk mache
Etwas, was Sie noch nie über sich verraten haben?
Ich wäre gern ein Sänger wie Frank Sinatra oder Michael Bublé geworden
Welche...
Von heute aus gesehen stellt sich die Frage: Wie hat es Köln vor Jahr und Tag überhaupt zustande gebracht, als Leuchtturm der Tanzlandschaft zu imponieren (tanz 11/24)? Wo es jetzt gefühlt zum x-ten Mal eine Totalpleite hinlegt und seine wahrlich weder kleine noch randständige Tanzszene im Regen stehen lässt? Das Geld ist knapp, schon klar. Die Haushälter*innen...
