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Gauthier Dance: «Infinity»

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Die Sache mit der choreografischen Ambition nahm Eric Gauthier mit seiner Truppe schon immer etwas lockerer, Hauptsache ein Abend macht Spaß. Mit der liegenden Acht, dem mathematischen Zeichen für Unendlichkeit, hat der Kanadier nun die perfekte Mischung aus modernem Tanz und guter Show gefunden; kein Wunder, dass der Programmtitel «Infinity» wie das neue Album einer Rockband klingt.

Man muss von Herzen bewundern, mit welchem Geschick Gauthier seine Stücke gesammelt hat: flotte Hingucker wie aus den USA importiert, Exzentrisches aus dem Norden, ein Preisträger vom Choreografie-Wettbewerb in Hannover und eine dunkle Tanztheater-Vision.

Unter den vier Uraufführungen ist das rasante Cheerleader-Vexierspiel von Janice Garrett und Charles Moulton so rasch vergessen wie der etwas zu lang geratene Bob-Fosse-Verschnitt von Cayetano Soto, der Jockeyhüte zu Schuluniformen kombiniert. Statt nach Effekten sucht Johan Ingers Duo «Now and now» nach der Unendlichkeit der Liebe: Unter der verrauchten Lampe des Neorealismus reißen sich Anna Süheyla Harms und Florian Lochner im sinnlichen Hintereinanderher-Hechten die Kleider vom Leib, um sich später ratlos im Gewand des anderen wiederzufinden. Sie ...

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Tanz November 2015
Rubrik: kalender und kritik, Seite 48
von Angela Reinhardt

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