Avignon
Sie stehen unter neuer Leitung. Um Identität und Wurzeln soll es nun gehen. Mit seiner ersten Ausgabe des Fesivals «Les Hivernales d’Avignon» heizt Emmanuel Serafini richtig ein. Alles dreht sich um Afrika. Wo stehen Afrikas Künstler heute, da sie auf allen Kontinenten arbeiten? Da passt ins Bild, dass Salia Sanou und Seydou Boro das gerade selbst erforschen. Zum ersten Mal arbeiteten sie getrennt. Jeder kreierte ein Solo im Dialog mit Musikern. Boro lässt sich in «Concert d’un homme décousu» auf fünf Instrumenten begleiten.
Für eine Gliederpuppe aus Holz könnte man ihn halten, so unnatürlich waagrecht hält er den Kopf. Es ist, was draufsteht: ein getanztes Konzert, bei dem Boro auch selbst zum Sänger wird. Sanou dagegen lässt Maaté Keita singen und fuhr zurück in sein Heimatdorf, brachte Bilder und Töne nach Europa. Filme von der Arbeitswelt laufen vor und nach «Dambë». Mit Steinbrocken, Schweiß und Staub kämpfend, bleibt Sanou stets leicht und geschmeidig. Als Arbeiter des Tanzes führt er jede Bewegung mit Genuss vor, gibt ihr stets eine konkrete Funktion.
Das ganze Programm des Festivals, das vom 13. bis 20. Februar stattfindet: hivernales-avignon.com
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