Autobiography

Vermessen, eitel, narzisstisch verblendet? Ein Risiko ist es allemal, wenn ein Choreograf das eigene Leben bespiegelt und vermisst. Wayne McGregor aber sprengt die Grenzen der Selbstbeschreibung

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Was wissen wir eigentlich über Prof. Dr. h.c. Wayne McGregor, außer, dass es sich um eine choreografische Eminenz des britischen Gegenwartstanzes handelt? Geboren 1970 in Stockport, hat McGregor den Tanz beim country dance mit der Schulklasse und wenig später auf der Kinoleinwand entdeckt, als John Travolta dort den «Saturday Night Fever»-Zampano gab. Der junge Mann studiert Choreografie und Literatur am Bretton Hall College, er verfeinert seine Kenntnisse in New York und erregt gleich mit den ersten Arbeiten Aufmerksamkeit.

1992 gründet er eine eigene Truppe, von da an ist er auf dem Weg in die Champions League der internationalen Tanzmacher. Endgültig landet er dort 2006, mit der Berufung zum Hauschoreografen des Royal Ballet London – eine Position, die vor ihm nur klassische Puristen innehatten. Der eigenwillige McGregor aber fährt nicht nur zweigleisig, indem er parallel die eigene Company weiterführt. Vielmehr experimentiert er aus tiefster Überzeugung (und lustvollem Spieltrieb) auf wie hinter der Bühne. Ellenlang ist die Liste namhafter Kollaborateure aus anderen Kunstgewerken, neugierig streckt McGregor immer wieder die Fühler Richtung Wissenschaft aus, um von Robotik, ...

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Tanz April 2018
Rubrik: Produktionen, Seite 8
von Dorion Weickmann

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