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edgar degas. das spätwerk
In seiner postimpressionistischen Schaffensphase bevorzugte Edgar Degas (1834-1917) Pastellkreide als Zeichenutensil, um Tänzerinnen darzustellen. Dank der schmiegsamen Substanz der Stifte wird jede Farbe puderfein aufs Papier gestreut – was, wie die Schweizer Schau zeigt, der Flüchtigkeit des Sujets und der Arbeitsweise des Malers entgegenkommt: Degas schraffiert, tupft, verwischt die Haltungen, Blicke und Konturen mit leuchtenden Farben, deren lose Pigmente nur temporär am Untergrund zu haften scheinen.
Kongenial gehen hier die transitorische Verfasstheit des Tanzes und des Pastells ineinander auf. Selten sind dabei Tanzbewegungen zu sehen, vielmehr die Vorbereitungen darauf, das Ausharren vor dem Auftritt. Die Tänzerinnen berühren die eigenen Glieder und Röcke, sie gewahren den eigenen Körper, dessen Bewegungen auf die Bühne und wieder herunterwehen werden. Die Fondation Beyeler widmet sich mit der Ausstellung zum ersten Mal überhaupt in der Degas-Rezeption dem Spätwerk des Künstlers, das vornehmlich Tänzerinnen und Frauen bei derToilette zeigt. Auch seine Kleinplastiken werden erstmals gebührend gewürdigt.
Bis zum 27. Januar in ...
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Tanz Januar 2013
Rubrik: kalender und kritik, Seite 50
von
Die Nachwuchsförderung des Königlich Dänischen Balletts trägt Früchte: Zum ersten Mal in der Geschichte des Erik-Bruhn-Preises wurden beide Auszeichnungen für herausragende Tanztalente an Absolventen der Kopenhagener Ballettschule vergeben. Ida Praetorius und Andreas Kaas, seit 2012 Mitglieder der royalen Kompanie, überzeugten die fünf internationalen...
Manche haben ihn viel zu spät, manche zweimal und manche immer noch nicht bekommen, manche lehnen ihn auch deshalb bis heute ab. Noch nie wurde jemand mit dem Deutschen Tanzpreis bedacht, der ihn nicht irgendwie verdient gehabt hätte. Geld gibt es keines, aber eine Laudatio, eine Festschrift, eine Gala und ein paar Takte Aufmerksamkeit über die Grenzen der Tanzwelt...
Am Ende hat man das Gefühl, stundenlang traurige Musik gehört zu haben – ein Stück nach dem anderen, Klassisches und Famous Songs. Bei langen Szenen-Abfolgen überlagert eben das eine das andere, auch optisch. Raimund Hoghe tut nichts gegen diesen Eindruck. Überhaupt macht er keinen Druck, sondern lässt den Zuschauer einfach in Ruhe. Dieser erprobten Regel gehorchen...
