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edgar degas. das spätwerk

In seiner postimpressionistischen Schaffensphase bevorzugte Edgar Degas (1834-1917) Pastellkreide als Zeichenutensil, um Tänzerinnen darzustellen. Dank der schmiegsamen Substanz der Stifte wird jede Farbe puderfein aufs Papier gestreut – was, wie die Schweizer Schau zeigt, der Flüchtigkeit des Sujets und der Arbeitsweise des Malers entgegenkommt: Degas schraffiert, tupft, verwischt die Haltungen, Blicke und Konturen mit leuchtenden Farben, deren lose Pigmente nur temporär am Untergrund zu haften scheinen.

Kongenial gehen hier die transitorische Verfasstheit des Tanzes und des Pastells ineinander auf. Selten sind dabei Tanzbewegungen zu sehen, vielmehr die Vorbereitungen darauf, das Ausharren vor dem Auftritt. Die Tänzerinnen berühren die eigenen Glieder und Röcke, sie gewahren den eigenen Körper, dessen Bewegungen auf die Bühne und wieder herunterwehen werden. Die Fondation Beyeler widmet sich mit der Ausstellung zum ersten Mal überhaupt in der Degas-Rezeption dem Spätwerk des Künstlers, das vornehmlich Tänzerinnen und Frauen bei derToilette zeigt. Auch seine Kleinplastiken werden erstmals gebührend gewürdigt.

Bis zum 27. Januar in ...

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Tanz Januar 2013
Rubrik: kalender und kritik, Seite 50
von

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