Ausstellung 10/26
IDA GERHARDI
Keine Künstlerin hat das Berliner Kiezleben empathischer abgebildet als Käthe Kollwitz – eine Chronistin des Daseins unter den Vorzeichen von Wilhelminismus, Krieg und Aufstieg der Nazis. Umso wichtiger, dass es in Berlin ein Käthe-Kollwitz-Museum gibt, das nun einer ihrer Künstlerfreundinnen eine ganze Ausstellung widmet: «Und alles tanzte» beleuchtet das Werk von Ida Gerhardi, die Kollwitz 1904 in Paris kennenlernte, wo sich die Kollegin seit dem Fin de Siècle etabliert hatte.
Ballgesellschaften, Freiluftschwof, Can-Can-Revue und tanzende Paare – die heute weithin vergessene Malerin hat zahlreiche Genreszenen in satten Farben festgehalten. Bis 1. November; www.kaethe-kollwitz.berlin
Berlin, Kult Cafè, RAW Areal, www.kult-berlin.de
Pina-Bausch-Fotoausstellung von Oliver Look. Seit 2006 fotografiert er bei fast jeder Generalprobe des Tanztheater Wuppertal Pina Bausch. Aus seinem großen Archiv ist eine Auswahl seiner Lieblingsbilder zu sehen. Bis 12. November
Delmenhorst, Haus Coburg, www.hauscoburg.de
Im Fokus der Gruppenausstellung «To move with the ground, to bend the wind» stehen soziale und politische Dimensionen des Tanzes, der gesellschaftliche Verhältnisse ...
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Tanz Oktober 2026
Rubrik: Kalender, Seite 56
von
Rhein-Main-Gebiet
TANZFESTIVAL RHEIN-MAIN
Unter dem Motto «A Body of Many – Moving Democracy» wird an 14 Spielstätten in Darmstadt, Frankfurt, Offenbach und Wiesbaden getanzt: Das Spektrum reicht von Marie Chouinard und Ali Chahrour über Marcos Morau und Milla Koistinen bis zu Danza Contemporánea de Cuba. Internationale und regionale Künstler*innen sind zu sehen,...
Bochum
IVO VAN HOVE, SIDI LARBI CHERKAOUI «REBEL REBEL»
Zum dritten und letzten Mal eröffnet Intendant Ivo van Hove die «Ruhrtriennale» mit einem ganz eigenen Verständnis von Musiktheater: Eine Geschichte wird entlang von Songs erzählt, die mit dieser Geschichte eigentlich nichts zu tun haben, ohne Zwischentexte. Im ersten Jahr zu Musik von PJ Harvey, voriges Jahr...
Normalerweise unterstützen Sound und Licht das Bühnengeschehen. Und zwar meist so raffiniert, dass man gar nicht merkt, wie wichtig diese Unterstützung ist, im Grunde merkt man es nur, wenn sie eben nicht da ist. Oder wenn sie irgendwie neben der Spur läuft. Wie in Cuqui Jerez’ auf den ersten Blick irritierend klassischem Ballettstück «Sugar Island», zuletzt beim...
