Auf nach Stockholm

Die Stockholmer Ballettakademie gilt als eine der führenden Tanzausbildungsstätten der nordischen Länder. Was Studierende dort erwartet, berichtet Nancy Westman

Tanz - Logo

In Foyer und Cafeteria tummeln sich Menschen unterschiedlichen Alters. Ansteckend wirkt die Energie, die sie verströmen. Die Stockholmer Ballettakademie, die 2017 ihr 60-jähriges Bestehen feierte, zeigt keinerlei Alterserscheinungen. Stolz ist man hier auf die Geschichte und den Innovationsgeist der ehrwürdigen Ausbildungsstätte. Seit 2005 ist Jan Åström ihr Direktor. Er selbst hat hier 1984 einen Abschluss gemacht. Damals lag sein Schwerpunkt auf Jazz Dance. Heute kümmert er sich um die stilistisch breit gefächerten Ausbildungsprogramme der Ballettakademie.

Als da wären: einjährige Kurse in Modern, Contemporary, Jazz, Show und Musical. Studierende, die aus ihrer Liebe zum Tanzen einen Beruf machen wollen und die Auditions mit Erfolg absolviert haben, schreiben sich für das «Professional Dance Program» ein. Wenn sie die Akademie drei Jahre später verlassen, haben sie «die notwendigen Voraussetzungen für einen ungemein anspruchsvollen Beruf» in der Tasche, wie man im Info-Material der Schule nachlesen kann.

All das wäre kaum möglich ohne die ganzheitliche Philosophie der Akademie. Auf die ist Jan Åström ganz besonders stolz. Aber auch auf das Mentorenprogramm und das internationale ...

Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo

Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
  • Alle tanz-Artikel online lesen
  • Zugang zum ePaper
  • Lesegenuss auf allen Endgeräten
  • Zugang zum Onlinearchiv von tanz

Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen

Digital-Abo testen

Tanz Juli 2019
Rubrik: Praxis, Seite 58
von Nancy Westman

Weitere Beiträge
Dresden: Villa Wigman

Gut Ding will Weile haben, auch in Dresden. Nach langem Tauziehen (tanz 8-9/17) hat sich Dresdens Stadtrat entschieden, die Liegenschaft Bautzner Straße 107 per Erbbaurechtsvertrag in die Hände des Vereins Villa Wigman für Tanz e.V. zu legen. Damit wird das Haus, in dem die Doyenne des Ausdruckstanzes, Mary Wigman, von 1920 bis 1942 ihre Schule unterhielt, wieder...

Naive Vielfalt

Die Götter sind unter uns. Wie der Actionheld eines Blockbusters wirft Herkules die Gestalten der Unterwelt von ihren langen Stelzenarmen und -beinen, auf denen sie in der Bayerischen Staatsoper in spindeldürrer Schwärze einherschreiten. Erst danach führt Apoll im strahlend weißen Kaftan das Paar wieder zusammen, das er zuvor bis über die Grenze des menschlich...

Prix Benois de la danse

Der Oscar der Tanzwelt ging in diesem Jahr an eine Reihe hierzulande besonders vertrauter Namen: Zürichs Ballettchef Christian Spuck wurde für seine Choreografie «Winterreise» (tanz 11/18) ausgezeichnet, Elisa Carrillo Cabrera vom Berliner Staatsballett für die Verkörperung der weiblichen Titelrolle in Nacho Duatos «Romeo und Julia», ihre Kollegin Anna Laudere vom...