Schwarz, schwul, swag
Längst ist er einer der Hauptakteure der gegenwärtigen (post-)modernen Tanzszene in New York. In Pittsburgh/Pennsylvania geboren und aufgewachsen, begann sich Kyle Abraham vor rund 13 Jahren mit auffallend sinnlicher und komplexer Bewegungssprache als Tänzer wie als Choreograf zu profilieren.
Kategorien wie männlich und weiblich lösten sich schon damals auf, wenn seine Schultern ins Rollen kamen, seine Gliedmaßen den Raum eroberten: In seiner Solo-Choreografie -«Inventing Pookie Jenkins» (2006) trug er einen knöchellangen weißen Tüllrock, der mit seinem nackten Oberkörper kontrastierte – und wirkte wie ein muskulöser Boxer, der es versteht, ein romantisches Tutu in zarteste Schwingungen zu versetzen. Dann der Clou des Solos: Zwischen schöpfenden Armbewegungen, kreisendem Becken und schraubenden Drehungen des Oberkörpers kniete er unvermittelt nieder, um dem «Sterbenden Schwan» seine Reverenz zu erweisen.
Abrahams erstaunliche Fusion von schroffem Straßenjargon, eminenter Musikalität und expansivem Ausdrucksgestus schlug ein – und legte den Grundstein für die Erfolge, die sich anschließen sollten. Seine Kompanie A.I.M – ehemals: Abraham.In.Motion – ist USA-weit gefragt, zu den ...
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Tanz Juli 2019
Rubrik: Menschen, Seite 26
von Wendy Perron
CD des Monats: Tangos for Yvar
Das war ein Konzert, wie es zuvor noch keines gab: 88 Tangos aus 30 Ländern wurden am 14. April 1985 beim «North American New Music Festival» uraufgeführt – und zwar auf Grund einer Initiative von Yvar-Emilian Mikhashoff. Der war nicht nur einer der führenden Interpreten zeitgenössischer Klaviermusik, sondern ein überaus aktiver...
Der Oscar der Tanzwelt ging in diesem Jahr an eine Reihe hierzulande besonders vertrauter Namen: Zürichs Ballettchef Christian Spuck wurde für seine Choreografie «Winterreise» (tanz 11/18) ausgezeichnet, Elisa Carrillo Cabrera vom Berliner Staatsballett für die Verkörperung der weiblichen Titelrolle in Nacho Duatos «Romeo und Julia», ihre Kollegin Anna Laudere vom...
Es sei das schönste Land, das ein Menschenauge je gesehen habe, soll Kolumbus nach der Landung auf Kuba 1492 in seinem Bordtagebuch notiert haben. Heute, möchte man anfügen, ist die Inselrepublik eine der schönsten Gegenden auch für den Tanz. Das trifft nicht nur, aber besonders auf Havanna zu. Dort begeht man in diesem Jahr den 500. Geburtstag der Stadtgründung...
