Auf Los
Johannes Wieland, was machen Sie gerade?
Eigentlich mache ich genau das gleiche, was ich die letzten 40 Jahre gemacht habe – ich mache Stücke, jetzt freiberuflich, und ich kuratiere das Tanzfestival «b12» in Berlin. Bevor ich 2006 Tanzdirektor am Staatstheater Kassel wurde, habe ich ja auch freiberuflich gearbeitet, und auch in Kassel hatte ich mir vertraglich zusichern lassen, dass ich weiter frei nebenbei arbeiten kann. Insofern hat sich nicht so viel geändert. So ein typischer Staatstheaterdirektor, das war ich auch gar nicht.
Was ist denn ein typischer Staatstheaterdirektor?
Ich finde diese Struktur am Staatstheater zum einen natürlich sehr hilfreich, was die Produktion angeht. Im Großen und Ganzen ermöglichen solche Strukturen eine ungeheure Bandbreite an Möglichkeiten, das Orchester, aber auch technisch kann man ganz viel machen, was man als Freiberufler eher selten in dem Umfang macht. Aber auf der anderen Seite sind diese Strukturen eher an alte Strukturen angelehnt, nämlich an Ballettstrukturen. Und wenn man zeitgenössischer Choreograf ist, dann eckt man an allen möglichen Sachen an, die man erstmal aus dem Weg räumen muss. Was mir auch zum Teil gelungen ist. Beim ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
- Alle tanz-Artikel online lesen
- Zugang zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von tanz
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Tanz Juli 2023
Rubrik: Leadership, Seite 60
von
Ein kongolesischer Choreograf und eine Schweizer Krumperin mit kongolesischen Wurzeln lernen sich in Lausanne kennen und gehen gemeinsam auf Erkundungsreise in der Region Kasai, im Westen der Demokratischen Republik Kongo (RDC). Indem sie ihre vagen und komplementären Kenntnisse der Region zusammenschließen und gemeinsam einsetzen, entdecken sie nicht nur, was sie...
Wien
IMPULSTANZ
Mit Größe ist das ja so eine Sache – wirklich vergleichen lassen sich Festivals so nicht. Aber wenn man auf Tanz spezialisierte Programme schaut, hat sich «ImPulsTanz» seit seiner Gründung 1984 zum umfangreichsten Event in Europa gemausert. Schon alleine der Umfang des diesjährigen Festivals beinhaltet eine Spannbreite, die ihresgleichen sucht:...
Mit seiner großen Statur stach er unübersehbar heraus. Der Tänzer Frank Fannar Pedersen fiel in Richard Wherlocks Basler Company auf den ersten Blick mit seiner Größe auf, auf den zweiten mit seiner tänzerisch starken Ausstrahlung. Acht Jahre lang war er Teil des Balletts Basel und hat in dieser Zeit häufig solistische Rollen getanzt. Genau so, erzählt Pedersen,...
