Any one body

Any one body Macht nicht die anatomische Begrenzung des Körpers deutlich, wie unendlich die Möglichkeiten und damit die Freiheiten des Tanzes sind? Ein leidenschaftliches Plädoyer gegen all die, die meinen, im Tanz Definitionsmacht entwickeln zu müssen.

Tanz - Logo

In 1985, at a conference on Espinoza, Jorge Luis Borges evoked one of Joseph Conrad’s novels, in which a navigator, who is the narrator, “sees something from the bow of his ship. A shadow, luminosity at the farthest corner of the horizon: the coast of Africa. Far beyond, there are sorts of fever, empires, the Sahara, big rivers explored by Stanley, Livingstone, and soon afterwards, the history of the Portuguese, the Dutch, the Zulus, the Bantus and
ruins and pyramids. In other words, a whole vast world. Made up of woods, leopards, birds.

About Espinoza, I can only say what the narrator of Conrad’s novel has said. He had a glimpse of something. He knows that that, which he glimpses at, is huge.”
Jorge Luis Borges was blind. Borges’s blindness was what he himself called “a slow twilight.” In 1955, he, who dreamed of Paradise as a kind of library, was appointed director of the National Library, in Buenos Aires. Right there, among nine hundred thousand books in several languages, he realized that he was no longer able to decipher anything but covers and jackets. He then wrote his “Poem of the Gifts”, which starts out with the verses: “May no one debase to tears or criticize / this ...

Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo

Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
  • Alle tanz-Artikel online lesen
  • Zugang zum ePaper
  • Lesegenuss auf allen Endgeräten
  • Zugang zum Onlinearchiv von tanz

Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen

Digital-Abo testen

Tanz Februar 2006
Rubrik: Körper, Seite 56
von Paulo Caldas

Vergriffen
Weitere Beiträge
Choreologie

Nicht nur Videokameras sind in die Ballettsäle der großen Kompanien eingezogen, sondern auch der Computer. Er hilft der Crew der Choreologen, jenen Spezialisten, die die in den 1950er Jahren von Rudolf Benesh entwickelte Notation zur Erfassung von Körperhaltungen und Bewegungsabläufen beherrschen und für die Archivierung und Neueinstudierung unzähliger Ballette...

Wo Forscher schweben

Wie haben Sie sich, als Choreografin, der Wissenschaft nähern können? Ich bot einem Labor im Bereich der Welt­raumforschung ein Tanztraining für Astronauten an. Ich hatte es vorher an der Uni in Medizin versucht, aber die schneiden alles nur in Stücke. Das ist nicht der Körper, wie wir ihn im Tanz verstehen. Von der Neurophysiologie, die auch den Körper in der...

Der Funke des Fallens

Tanz ist eine fortgesetzte Auseinandersetzung mit den Heraus­forderungen der Schwerkraft, eben jener Gravitation, die die Physik seit 1686 mithilfe der Newton‘schen Gesetze beschreibt. 1916, nach 230 Jahren erfolgreicher Anwendung, wurde sie abgelöst durch Einsteins Allgemeine Relativitätstheorie. Aber die Schwerkraft blieb. Denn in den meisten irdischen Belangen –...