Ans Tanzquartier Wien
Das Tanzquartier Wien ist wieder unter der Haube. Zur Erinnerung: Erst war es mit Sigrid Gareis vermählt, die zweite Ehe mit Walter Heun läuft mit dieser Saison aus. Der dritte Bund wird zu Beginn des kommenden Jahres wirksam – mit Bettina Kogler, die zuvor neun Jahre lang das Festival «imagetanz» des Wiener Theaters brut geleitet hatte. Ab 2013 widmete sie sich der Neugestaltung der Performanceabteilung im Wiener Kulturzentrum Wuk. Dieses Jahr noch arbeitet sie zusammen mit Thomas Edlinger am Relaunch des Donaufestivals in Krems.
Innovation kann die 43-Jährige also. Außerdem kennt sie die lokale Tanzszene seit rund zwanzig Jahren und damit wie ihre Westentasche. Letzeres war für den Wiener Kulturstadtrat Andreas Mailath-Pokorny ein Hauptmotiv dafür, auf sie zu setzen. Denn der Wiener zeitgenössische Tanz stagniert: Heuns Interesse an den alpenrepublikanischen Tanzschaffenden war nicht gerade brennend, die Förderpolitiken von Bund wie Stadt folgen dem Gießkannenprinzip, und die Tanzkünstler selbst wirken verunsichert.
Die neue Intendantin soll frischen Wind in die Sache bringen. Falls die Kulturpolitik ihr dabei freie Hand lässt, wird sie das schaffen, weil das Tanzquartier als ...
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Sie fühlt sich an wie Bimsstein, sieht aus wie die Membran einer weißlichen Koralle, ist von Rillen und Furchen in zigtausendfacher Ausfertigung durchzogen und soll Hamburgs neues Wahrzeichen in die Weltliga der Konzerthäuser führen: die Gipsplatten-Verschalung, die der Akustiker Yasuhisa Toyota für die Wände der Elbphilharmonie entworfen hat. Organisch fügt sich...
Amsterdam
Made in Amsterdam 1 & 2
Ted Brandsen, Chef von Het Nationale Ballet, hat sich was vorgenommen: Er will nicht nur seine Kompanie, sondern das Ballett in die Zukunft pushen. Dafür sorgt er mit einem prominent besetzten Symposion, das von zwei Bühnenprogrammen flankiert wird. «Made in Amsterdam 1» vereint Schlüsselwerke wie Hans van Manens «Frank Bridge...
Der berufliche Tanz ist nicht unbedingt der private. Wenn ich nach einer Vorstellung die Möglichkeit zum Tanzen vorfinde, denke ich manchmal: «Danke, hab ja schon.» Als noch die Sonne schien, verspürte ich auf einer Marathonveranstaltung beim Dortmunder Festival «Favoriten» nach zwölf Stunden Dauertanz nur noch einen Wunsch: mit dem Rollstuhl an eine Bar gebracht...
