Figure Humaine

Sasha Waltz & Guests in der Hamburger Elbphilharmonie

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Sie fühlt sich an wie Bimsstein, sieht aus wie die Membran einer weißlichen Koralle, ist von Rillen und Furchen in zigtausendfacher Ausfertigung durchzogen und soll Hamburgs neues Wahrzeichen in die Weltliga der Konzerthäuser führen: die Gipsplatten-Verschalung, die der Akustiker Yasuhisa Toyota für die Wände der Elbphilharmonie entworfen hat. Organisch fügt sich das Ingenieurwunder ins architektonische Ambiente von Herzog & de Meuron. Deren skandalumwobenes Gebäude ist, kaum eröffnet, bereits ein Publikumsmagnet, die komplette Veranstaltungssaison ausverkauft. Genius loci.



Die glasverspiegelte Residenz mit dem wellenförmigen Dach, die neben Konzertsälen auch Luxusapartments und ein Hotel der Spitzenklasse beherbergt, thront majestätisch über der Elbe und beherrscht die Silhouette der Hafencity. Selbst nüchterne Hanseaten können so viel Schönheit nicht widerstehen, die Stadt hat sofort vergessen und umgehend verziehen: die Kostenexplosion bis fast an die 800-Millionen-Euro-Marke, diverse Baustopps und Planungspfusch.

Sie fühlt sich an wie eine große musikalische Schwingung, sieht aus wie eine von Unterwasserströmungen bewegte Koralle, kommt dann und wann zum Stillstand und ...

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tanz_02_2017

Tanz Februar 2017
Rubrik: Bewegung, Seite 4
von Dorion Weickmann

Vergriffen
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