Andrey Kaydanovskiy «Dollhouse»

Regensburg

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«Good evening. Dancers get ready!», tönt es durch die Lautsprecher. Der Vorhang öffnet sich, auf der Bühne stehen vier überdimensionale Spritzgussrahmen, in ihnen sind Tänzer*innen wie Puppen positioniert. «Vincent, take your position – more left – okay, let’s start!» Ein ungewöhnlicher Beginn für die erste Arbeit des Choreografen Andrey Kaydanovskiy am Staatstheater Regensburg. Seinen Tanzabend «Dollhouse» hat er ins Antoniushaus verlegt, eine kleinere und intimere Spielstätte. Das passt zum Thema: die vielfältige Beziehung zwischen Mensch und Puppe.

Vincent Wodrich trifft als Hauptcharakter nacheinander auf die Figuren aus den Rahmen: ein Kleinkind mit Schnuller, ein Zinnsoldatengeneral samt Armee und zwei «Superdolls», die Wodrichs Protagonisten mit schicken Klamotten und Make-up versorgen, nur damit er schließlich von einer Domina in eine Sexpuppe mit offenem Mund verwandelt wird. Während er in der ersten Hälfte des Stücks den Figuren in der Rolle der Puppe ausgeliefert ist, begegnet er ihnen im zweiten Teil selbstbestimmter, kann sich gegen die Schikane der Superdolls und auch gegen den Zinnsoldatengeneral wehren. Zu Maschinengewehrsalven in der von Christof Dienz ...

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Tanz Juli 2026
Rubrik: Kalender, Seite 38
von Leonie Stöckle

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