Anders Hellström
Anders Hellström, das beste Pferd im Stall des Nederlands Dans Theater, Jirí Kylián, will Sie 2009 endgültig verlassen. Was ist passiert? Es war sein privater Wunsch. Ich wusste ja, dass er eines Tages aufhört. Das muss man akzeptieren. Er ist ein so wichtiger Choreograf, er kann tun, was er will.
Aber Jirí Kylián ist fast identisch mit dem NDT. Für die meisten Menschen: ja. Aber es ist eher das internationale Bild von «Kyliáns Truppe». Holland sieht mehr das große Spektrum an Choreografen, die für’s NDT arbeiten.
Für uns ist das nicht nur Kylián, weil er auch selbst immer dafür sorgte, dass andere Choreografen da sind. Aber sein Repertoire, das bleibt.
Sie werden seine Erbkompanie? Nicht im Sinn von Martha Graham oder José Limón. Das sind Museen. Kylián ist nur Teil unseres Erbes. Klar ist: Jirís Choreografien zu pflegen, heißt nicht, neue Choreografen zu verhindern.
Aber im Tour-Business ist Kylián der Publikumsmagnet. Sicher, für das konservative Publikum oder eher die konservativen Veranstalter ist das so. Aber wir haben Jirís Programme immer schon mit jüngeren Choreografen gemixt. Wir sind eine zeitgenössische Kompanie. Ihre Aufgabe ist es, das Neue zu zeigen. Das war auch so, ...
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