Amrum
Endlich Ferien! Die letzten Premieren sind gespielt, die letzte Pausenbrezel gegessen, der letzte Anschlusszug verpasst, jetzt kommen ein paar tanzfreie Wochen. Man könnte ein Buch lesen, man könnte am Strand liegen, man könnte ausspannen, nichts tun (verwegener Gedanke). Die Theater sind dicht, es ist aufführungsfreie Zeit.
Die aufführungsfreie Zeit ist natürlich vor allem für die Tänzer*innen als Erholung gedacht.
Die nämlich stecken das Jahr über in einem Stresskreislauf – der eine Abend Probe, der nächste Aufführung, und wenn man mal frei hat, muss man ständig auf Abruf bereitstehen. Es könnte ja sein, dass etwas Unvorhergesehenes passiert, eine Verletzung, ein positiver Coronatest, schon muss man einspringen, und man macht das ja auch gerne, alles für die Kunst (und angesichts magerer Gagen auch für das ausgeglichene Konto). Da sind ausgedehnte Spielzeitferien (die sich zumindest an den Stadt- und Staatstheatern meist an den Schulferien orientieren) der einzige Ausgleich. Auch, um die Batterien der müden Körper und der müden Kreativität wieder aufzuladen.
Auch Tanzjournalist*innen genießen diese Ferien. Traditionell erscheint im August und September eine Doppelausgabe dieser ...
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Tanz August/September 2024
Rubrik: Editorial, Seite 1
von Falk Schreiber
WILLIAM FORSYTHE
Der Jahrhundertchoreograf William Forsythe ist mittlerweile ebenso im Tanz wie in Ausstellungshäusern zu Hause. Symptomatisch dafür ist die Tatsache, dass seine Wanderausstellung «Choreographic Objects» immer wieder in Zusammenarbeit von Museen mit Tanzinstitutionen gezeigt wird. Nach Stationen in Montpellier, Paris und São Paulo ist die Schau...
In den sechs Jahren seiner Intendanz war Tamas Detrich trotz zahlreicher Uraufführungsabende noch nicht das Glück seiner Vorgänger vergönnt, einen neuen, interessanten Choreografen zu finden; freilich kämpft er im bisher reich verwöhnten Stuttgart gegen eine fast schon unverschämte Erwartungshaltung.
Seit zwei Jahren ist der Slowake Roman Novitzky Artist in...
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