Amanda Miller: «Episodes»

Köln

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Ein weißer Ballon schwebt am Bühnenhimmel, eine Elfe müht sich eine Treppe hoch, ein Mädchen erklimmt Stufen, greift nach Erkenntnis. So strebte der Barockmensch nach oben. Erforschte das Sonnenlicht, die Gravitation, das Weltall. Als Zeit des Wissensdrangs, aber auch als Zeit des Scheiterns begreift Amanda Miller die Epoche der Geburt des Balletts. Als so filigran und so leicht, auch so inspiriert, als wüssten die Amerikanerin und ihre Kompanie pretty ugly tanz köln nichts vom Gezerre um ihre Zukunft hinter den eigenen Kulissen.

Vor der Uraufführung überraschte das Schauspiel Köln mit einer kurzfristigen Entscheidung: Das Theater wird Miller und ihr Ensemble für maximal eine Spielzeit, sprich zwei Neuproduktionen, aus eigenen Rücklagen in Höhe von 650 000 Euro finanzieren. Für Tanz! Derweil hofft das Theater auf einen Gesinnungswandel bei den Politikern. Nach dem schon 2005 angekündigten Rückzug der Imhoff-Stiftung hatte die Stadt sich geweigert, Miller und Co. weiter zu finanzieren – mit deren Ästhetik wissen sie wenig anzufangen.

Nun handelt die Tanzkunst selbst. «Episodes» liefert ein betörendes Argument. Die Amerikanerin umreißt, gemeinsam mit dem Barock-Ensemble Concerto Köln ...

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Tanz Februar 2008
Rubrik: Der Kalender, Seite 45
von Bettina Trouwborst

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