alexander pinto...
Alexander Pinto, eines Ihrer Themen als gelernter Soziologe lautet «Verortung». Was verstehen Sie darunter?
Die hohe Mobilität unserer Gesellschaft verändert die Lokalisierungsstrategien der Menschen. Ein Mensch, das gilt nicht mehr. Mich interessiert das Phänomen der Multilokalität, also das Arbeiten und Leben an mehreren Orten. Für viele, vor allem freie Tanz- und Theaterschaffende, ist das alltägliche Praxis, die zum Teil erzwungen, zum Teil freiwillig ist. Wie sich das auf die Städte und deren Kulturproduktion auswirkt, finde ich eine wichtige Frage.
Spielt die Frage der Verortung oder der städtischen Kultur für die Kunst auch selbst eine Rolle?
Viele Regisseure und Choreografen – vor allem an den Stadttheatern – nehmen oft nur den Theaterraum wichtig, als Ort einer Aufführung, nicht das, was außerhalb dieser Blackbox geschieht, in der jeweiligen Stadt. Und wenn, dann reduzieren sie den öffentlichen Raum zum Event-Raum. In der freien Szene spielt das aber durchaus eine Rolle, wie Claudia Plöchinger jüngst in ihrem Projekt «Verkehr» in K3 auf Kampnagel zeigte, bei dem sie sich mit Künstlern auf die Suche nach den realen Hamburger Strömen und Strömungen gemacht hat.
Für die ...
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Tanz Mai 2011
Rubrik: menschen, Seite 26
von Melanie Suchy
Sein Vater war Beleuchtungsmeister und brachte den jungen John ab und zu auf die Hinterbühne von Dublins Abbey Theatre. Ob der Junge nun hinter den Kulissen saß oder vorn im Zuschauerraum: «Für mich gab es keine Trennung zwischen Publikum und Bühne. Was auf der Bühne geschah, hatte für mich auch nichts Magisches. Es war eher, als säße man genau hinter der Tür,...
arte, www.artepro.com
1. Mai, 6.00h: «Le sacre du printemps», Mariinski-Ballett, St. Petersburg
7. Mai, 5.00h: «Nichts als Tanzen», John Neumeiers Hamburg Ballett, Dokumentation von Bettina Pohlmann, D 2010
20. Mai, 3.55h: «Stepptanz – Einfach Klasse!», Dokumentation, F 2006
23. Mai, 00.20h: «Schneewittchen», Ch.: Angelin Preljocaj, Ballet Preljocaj, F 2009
29. Mai,...
Die Kathedrale von Notre-Dame in Paris sieht man schemenhaft gemalt im Hintergrund. Quasimodo, der bucklige Glöckner, hat hier eine bessere Statistenrolle, die schöne Zigeunerin Esmeralda muss natürlich nicht sterben, sondern wird zum Happy End mit ihrem blonden Hauptmann Phœbus vereint. Im stark romantisierten Paris der Ballettbühne versinkt Victor Hugos...
