alexander pinto...
Alexander Pinto, eines Ihrer Themen als gelernter Soziologe lautet «Verortung». Was verstehen Sie darunter?
Die hohe Mobilität unserer Gesellschaft verändert die Lokalisierungsstrategien der Menschen. Ein Mensch, das gilt nicht mehr. Mich interessiert das Phänomen der Multilokalität, also das Arbeiten und Leben an mehreren Orten. Für viele, vor allem freie Tanz- und Theaterschaffende, ist das alltägliche Praxis, die zum Teil erzwungen, zum Teil freiwillig ist. Wie sich das auf die Städte und deren Kulturproduktion auswirkt, finde ich eine wichtige Frage.
Spielt die Frage der Verortung oder der städtischen Kultur für die Kunst auch selbst eine Rolle?
Viele Regisseure und Choreografen – vor allem an den Stadttheatern – nehmen oft nur den Theaterraum wichtig, als Ort einer Aufführung, nicht das, was außerhalb dieser Blackbox geschieht, in der jeweiligen Stadt. Und wenn, dann reduzieren sie den öffentlichen Raum zum Event-Raum. In der freien Szene spielt das aber durchaus eine Rolle, wie Claudia Plöchinger jüngst in ihrem Projekt «Verkehr» in K3 auf Kampnagel zeigte, bei dem sie sich mit Künstlern auf die Suche nach den realen Hamburger Strömen und Strömungen gemacht hat.
Für die ...
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Tanz Mai 2011
Rubrik: menschen, Seite 26
von Melanie Suchy
...auf der Bühne ist immer ein bisschen kleiner als in Wirklichkeit. Menschen dagegen bleiben auf dem Theater stets von gleicher Größe. Weil Alice im Wunderland schrumpfte, aus einem Fläschchen trank und daraufhin so schrecklich wuchs, dass sie zu groß für so ein Haus wurde, greift jedes Theater zum gleichen Trick: Es macht das Haus ein wenig kleiner, damit Alice...
Die «Cannes Summer Courses» bieten vier Sessions: 2.–9., 12.–19., 22.–29. Juli, 20.–27. August. Auditions: 10., 11. Juli. cannesdance.com
Zum ersten Mal richtet das National Ballett of Canada einen «Summer Dance Intensive» aus, um Ballettstudenten im Alter zwischen 14 und 18 Kurse in Ballett, Spitzentanz, Jazz,
Repertoire und Hip-Hop anzubieten (4.–15. Juli).
nationa...
...der Tanztheaterchef im westfälischen Münster, macht sich Sorgen: «Wenn ich sehe, wie die Städte bei uns mit dem Tanz umgehen, fürchte ich um seine Zukunft in Deutschland. Alle sprechen nur noch über Quoten und Auslastung, aber nicht über künstlerische Linien.»
Der Argentinier weiß, was er sagt. Im vergangenen Jahr verzichtete er auf Unkündbarkeit nach 15...
