Alban Lendorf

Tanz - Logo

Das Königlich Dänische Ballett zeigt derzeit zu wenig Charakter. Die meisten der Neuzugänge haben nach dem Engagement von Nikolaj Hübbe nicht genug Persönlichkeit, weder in dänischen Klassikern wie «Napoli» noch in John Neumeiers «Sommernachtstraum», der darum wenig überzeugte. Allein Alban Lendorf schafft es, sogar in Nebenrollen die Aufmerksamkeit auf sich zu lenken. Er ist der einzige Hoffnungsträger, der für eine erfolgreiche Fortsetzung der Bournonville-Tradition steht.

Mit Brillanz, Humor und seiner Jugend hält er gegen ein ermüdet wirkendes Repertoire in einer Kompanie, die im Moment verloren wirkt beim Versuch, sich in der eigenen Tradition zu erneuern und sich die technischen Fähigkeiten anzueignen, für die das dänische Ballett nun mal steht. Mit eben einer Ausnahme: Alban Lendorf.

Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo

Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
  • Alle tanz-Artikel online lesen
  • Zugang zum ePaper
  • Lesegenuss auf allen Endgeräten
  • Zugang zum Onlinearchiv von tanz

Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen

Digital-Abo testen

Tanz Jahrbuch 2010
Rubrik: Die Hoffnungsträger, Seite 133
von Charlotte Christensen

Vergriffen
Weitere Beiträge
Bayern

Der Freistaat leistet sich drei staatliche Bühnen mit Tanzensembles, ­davon zwei in München: Das Bayerische Staatsballett ist mit 68 Tänzerstel­len, insgesamt etwa 90 Vorstellungen pro Spielzeit, einem Budget von 6,7 Millionen Euro und einer Auslastung von 92 Prozent die größte und renommierteste Kompanie. Das TanzTheaterMünchen unter der Leitung von Hans Henning...

Gabi Beier

Gabi Beier eigentlich Tanzdramaturgin, hat Ende 2006 in Berlin-Prenzlauer Berg das Studio ada eröffnet, zugleich Proben- und Spielstätte und mit nur 72 Quadratmetern ein kleiner, fast intimer Ort. Dort macht sie einiges anders als ihre Kollegen der größeren Bühnen. Jenseits großer Namen und internationalen Glamours hat sie regelmäßige Reihen eingeführt wie das...

Nelisiwe Xaba

Das einzige Problem ist ihr Nachname, bei dessen Aussprache sich unsereins immer blamiert – er beginnt mit einem schnalzenden Xhosa-Klick. Deshalb hat man sich in Europa angewöhnt, von «Nelli» zu sprechen, wenn man Nelisiwe Xaba meint, und das tut man jetzt öfter. Die frühere Tänzerin bei Robyn Orlin, die schon immer auch eigene Sachen machte, hat von Soweto aus...