Akram Khan
Akram Khan,
Ihre Arbeit verteilt sich auf drei Bereiche, auf Solo-Performances, die Zusammenarbeit mit anderen Künstlern und auf Gruppenstücke. Wie verhalten sich diese Bereiche zueinander? Der Kathak-Tänzer und der zeitgenössische Choreograf in mir liegen sehr eng zusammen, der Kathak-Tänzer liegt sogar ganz knapp vorn.
Aber, um nicht missverstanden zu werden: ich mache zeitgenössische Kunst, deren Grundlage vom Kathak inspiriert ist, von dessen Energie, Haltung und Gesten und von den Gegensätzen, die immer gleichzeitig existieren, von Geschwindigkeit und Ruhe, Technik und Spiritualität, Bewegung und Erzählung. Jetzt unterbreche ich zum ersten Mal die Arbeit mit der Gruppe für eine neue Zusammenarbeit mit Sylvie Guillem, dann, nach einem weiteren Gruppenstück, mit der Schauspielerin Juliette Binoche.
Sie setzen aber auch Ihre Solo-Arbeit mit neuen Werken fort. Sogar mehr und mehr. Interessanterweise gibt es eine große Nachfrage von zeitgenössischen Festivals – vielleicht wollen die Leute wissen, wo die Basis meiner Arbeit liegt. Ich selbst spüre ein großes Bedürfnis, mich stärker auf mich als Performer einzulassen.
Ihre letzten Stücke sind nicht mehr rein abstrakt, sondern haben ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
- Alle tanz-Artikel online lesen
- Zugang zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von tanz
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Tango dancers in Europe are a unique breed. Wherever they go – whether on overnight business trips or skiing holidays – they tend to bring their dance shoes along. The uninitiated who land in Berlin and ask local aficionados where they can go dancing are asked to be more specific: what kind of floor, music, style do they like? Do they want to be out late, later, or...
Hat sie den Werner Schwab gelesen, den Franz-Xaver Kroetz oder beide? Die Szene könnte aus deren Theater stammen. Regungslos liegt Saskia Hölbling vor dem flimmernden Bildschirm. Vorn steht eine Zinkwanne, dazu ein Eimer und Handtücher, gestapelt. Rote Fäden durchkreuzen und begrenzen den Raum. Aus den Lautsprechern ertönt ein Walzer. Die Frau erwacht zu Leben,...
Stille. Zwölf Tänzer strömen ins Bild, verteilen sich in einem großflächigen, mit blauem Klebeband markierten Quadrat. Dann: Die Tonspur stürmt los, die Interpreten auch. Es beginnt ein endloses Bewegen, man eilt, dreht sich, immer verankert; gestreckte Arme sind Hebel, Körper sind Massen; mit einem Griff werden auf dem Bauch gestrandete Tänzer auf den Rücken...
