Aaron S. Watkin

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Gut, sein ambitioniertes «Dornröschen» zum ersten Spielzeitschluss ist Aaron S. Watkin ganz und gar missglückt. Aber es ist nicht das erste Mal, dass man einen guten Dramaturgen für Handlungsballette vermisst. Und auch nicht jeder Kompanieleiter muss begnadet choreografieren können.

Doch abgesehen von diesem ästhetisch ärgerlichen Ausrutscher, hat der beim National Ballet of Canada, beim Het Nationale Ballet in Amsterdam, bei Billy Forsythe in Frankfurt/Main und Nacho Duato in Madrid geformte Kanadier auf seinem neuen Chefposten in Dresden mit Ideen, Disziplin, Charme und Marketinggeschick sehr viel richtig gemacht: Er hat eine homogene Truppe aus bereits vorhandenen Tänzern und renommierten Solisten geformt.
Er hat das konservative Repertoire konsequent modernisiert, ohne sein Publikum zu verprellen. Er hat sogar in David Dawson einen anderswo sehr gefragten Hauschoreografen nach Sachsen geholt, von dem hierzulande freilich der große Talentbeweis noch aussteht. Wird er in der nächsten Saison mit einer zeitgenössischen «Giselle» gelingen? Jedenfalls ist mit Dresden – anders als mit dem unter Paul Chalmer fatal dahinschlingernden Leipzig – wieder zu rechnen.

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Tanz Jahrbuch 2007
Rubrik: Hoffnungsträger, Seite 128
von Manuel Brug

Vergriffen
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