3 ballerinas take the next step
Heather Jurgensen
Heather Jurgensen, die amerikanische Ballerina aus der Schule George Balanchines und des New York City Ballet – seit 1989 in der Kompanie ihres Landsmanns John Neumeier – prägte mit ihrer hell leuchtenden Bühnenaura, ihrer in doppeltem Sinn herausragenden, wandlungsfähigen Persönlichkeit und nicht zuletzt durch fein geschliffene Kontur und lupenreine, flexibel Klassik wie Moderne meisternde Technik viele Kreationen von Neumeier, aber auch anderer Choreografen: Ek, Kylián,Tudor, Martins, Wheeldon und natürlich Balanchine.
Seine Stücke hat sie auch immer leidenschaftlich gern getanzt: «Theme and Variations», vor allem «Violin Concerto» und 2006 «Diamonds» in «Jewels». «Da hat sich für mich der Kreis geschlossen», sagt Heather Jurgensen, die zu Spielzeitende ihre Karriere als Erste Solistin des Hamburg Ballett aufgeben will.
Heather Jurgensen, war es der Wunsch nach Abstand, nach mehr persönlicher Freiheit, warum Sie jetzt Ihren Abschied nehmen? Oder gab es ein besonderes Ereignis, das Sie in Ihrem Entschluss bestärkt hat? Meine Entscheidung habe ich in Gedanken lange vorbereitet. Ich will mich neu orientieren und freue mich auf das,was die Zukunft bringt (lacht). ...
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Tanz Juli 2007
Rubrik: Farewell, Seite 4
von Klaus Witzeling, Mike Dixon, Elisa Guzzo Vaccarino
Sidi Larbi Cherkaoui,
zehn Tage vor der Premiere montieren Sie noch die Flut an Material, die Ihre 14 Tänzer angeliefert haben, dazu sieben Musiker, also 21 Performer: Das ist nicht zufällig die Anzahl Karten, die man beim Tarot braucht? Worum geht es in «Myth»? Genau wie die meisten Menschen habe ich eine Anzahl an Leichen in meinem mentalen Keller, mit denen ich...
«Jeder Fotograf macht Portraits und jeder Maler. Nur auf der Bühne gibt es sie nicht. Warum?», fragt Michael Laub, dessen unnachahmlich sanft kratzende Stimme klingt, als dulde sie keinen Widerspruch des selbst gestellten Rätsels: «Die einzige Antwort, die ich bisher gefunden habe: Man kann ein Portrait nicht proben. Man kann es nur herstellen.»
Natürlich gibt es...
Im Gartencafé. Mir gegenüber am Tisch sehe ich Rippen, tote Knochen. Der arme Gartenstuhl mit ausgebleichten Holzlatten, ein Gerüst, das weiter unten praktisch und fast anmutig seine Beine kreuzt. Der Platz gegenüber ist leer. «Der Tod ist mitten unter uns», fällt mir unwillkürlich ein, ein Satz, unscharf wie der ganze Begriff vom «Totentanz». Mit den Jahrhunderten...
