2016
2016 ist das Jahr, das zum ersten Mal in der Geschichte aller erinnerlichen Menschenjahre zu einem «Tanzjahr» ausgerufen worden ist. Dieses «Tanzjahr», federführend gesteuert vom Dachverband Tanz, wird in Deutschland ein ganzes Jahr lang dauern, so wie es 1975 das Jahr der Frau gab, wie 1986 und 2000 zu Jahren des Friedens erklärt wurden. Aber nie gab es ein «Weltklimajahr» geschweige denn ein «Jahr des Theaters».
Bei aller Freude über ein «Tanzjahr» herrschen natürlich Bedenken vor: Nach einem Jahr könnte es mit dem Tanz auch wieder vorbei sein – während die viel bescheidenere Variante, nämlich die eines Tanztags, Frauentags oder eines Weltklimatags, jährlich wiederkehrt und nicht auf Nimmerwiedersehen verschwindet.
In Wahrheit handelt es sich beim «Tanzjahr 2016» um eine astronomisch bedingte Konstellation von ähnlicher Schönheit, wie jener Moment, wenn Merkur am kommenden 9. Mai gemächlich vor unserer Sonne vorbeiziehen wird. Diesmal werden die Planeten Tanzplattform (März) Tanzkongress (Juni) und Tanzmesse (August) aufgrund ihrer unterschiedlich langen Umlaufbahnen im Jahr 2016 einander so nahe kommen wie niemals sonst. Bei uns Menschen und beim Dachverband Tanz führt das ...
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Tanz Januar 2016
Rubrik: Editorial, Seite 3
von Arnd Wesemann
Newcomer: hugo marchand
Es gibt viele Gründe, Menschen unterschiedlicher Herkunft und Interessen in den Topf einer «Generation X» zu werfen – verbunden durch eine gemeinsame Geschichte. So geschehen in Paris nach den IS-Attentaten vom November, als die Jugend zur sogenannten «génération Bataclan» mutierte. Ähnlich ergeht es den Tänzern an der Pariser Opéra, wo die...
Monsieur Delouche, Sie haben die Filmkunst unter anderem bei Federico Fellini erlernt, waren aber gleichzeitig Ihr ganzes Leben lang ein großer Ballett-Fan. Was bedeutet Ihnen der Tanz, wie haben Sie ihn überhaupt entdeckt?
Sehr früh, während des Kriegs, im besetzten Paris. Ich war elf Jahre alt. Paris hatte zu der Zeit keine Straßenbeleuchtung. Im Dunkel der Nacht...
Demis Volpi, Sie arbeiten gerade in Antwerpen am «Nussknacker», bereiten für das Stuttgarter Ballett eine «Salome» vor: zwei abendfüllende Werke in einer Spielzeit. Wollten Sie nicht weniger machen?
Ich mache wesentlich weniger, weil ich nicht mehr selbst die Einstudierung meiner Stücke betreue. Ich beschäftige mich nur mit diesen beiden neuen Stücken. Und mache...
