Sleeping beauty

Die Ballerina im Schlaflabor. Wie Hochleistungstänzer sich regenerieren, erforscht eine Studie mit dem Staatsballett in Berlin.

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Shoko Nakamura hat einen neuen Begleiter rund um die Uhr. «Nur beim Baden oder Duschen müssen Sie ihn ablegen, er darf nicht nass werden», erklärte Ingo Fietze der jungen japanischen Ballerina das Ding an ihrer Hand. Genau gesagt an der nicht-dominanten Hand – bei Shoko Nakamura der linken. Denn die ist es, die den Wissenschaftlern die exakten Daten über den Lebenswandel einer Spitzentänzerin liefern soll. Zum Beispiel, wann sie zu Bett geht, und ob und wie sie dann durchschläft. Bei Premierenstress und Auslandsreisen, bei Soloauftritten oder in Entspannungsphasen.

Ingo Fietze ist Leiter des Schlaflabors der Charité in Berlin und von Berufs wegen an schlechten Schläfern interessiert. Nach den Schwesternschülerinnen der Charité, die ihre Nachtschichten in der Klinik schieben mussten, sind nun Ballett-Tänzerinnen und -tänzer des Staatsballetts Berlin an der Reihe. Nach den Schichtarbeitern die «Extremberufe» – die mit besonderer physischer oder psychischer Belastung.

Nach einer ersten Testphase im November 2006 werden nun 24 Tänzer des Ensembles bis Ende April mit einem kleinen «Bewegungsmelder» an Hand- oder auch Fußgelenk ausgestattet sein. Ein «Aktimeter«, nicht größer und schwerer ...

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Tanz März 2007
Rubrik: Schlafen, Seite 76
von Ottmar E. Gendera

Vergriffen
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