AIDS
Es ist ruhig geworden in Westeuropa um der Künstler größten Feind aus den 1980ern. Aids. Eine Debatte um das Virus und seine Folgen findet kaum noch statt. Die Stille deutet darauf hin, dass sich grundsätzlich in unserem Verhältnis zur Immunschwäche wenig verändert hat. Das Schweigen im Wald mag mit dem kommerziellen Umgang mit Sexualität zu tun haben. Vor vierzig Jahren wurde sie entdeckt als Weg zur Selbstverwirklichung. Inzwischen findet sie hauptsächlich als Instrument der Selbstdarstellung Verwendung. Aus scheinbarer Offenheit wurde kommerzielle Oberfläche.
Im Zug dieser gescheiterten Befreiung wurde die Chance zur Auseinandersetzung mit Aids verpasst. Das hat eine innere Logik, denn gerade Aids führte zur erneuten Verdrängung des Intimen, das sich gerade anschickte, das Schattenreich des Verdrängten zu verlassen. So mag es sich bei der Verdinglichung der Intimität um eine Auswirkung auch von Aids handeln.
Im Verwirrspiel zwischen Ursache und Wirkung scheint es zu früh zu sein, das Syndrom selbst aufzuarbeiten. Dessen Auswirkungen auf die Kunst aber werden analysierbar. Die Rauchwolken haben sich verzogen, und es wird klar, dass explizite Aids-Kunst ein vorübergehendes ...
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It is always a delight to speak to Mr. Kylián, a man of great intellectual finesse, possessed of a depth of knowledge that goes far beyond the requirements of his profession. He is a master craftsman driven by a continuously questioning mind that often leads him into the proverbial heart of darkness: that shadowy area where the intellect and the soul are at odds...
Alwin Nikolais hat etwas mehr verdient als dieses Buch mit dem Titel «The Returns of Alwin
Nikolais», erschienen bei www.wesleyan.edu/wespress. Nach 15 Beiträgen, davon die Hälfte Nachdrucke aus den 1980er Jahren, will man diese «Returns» nicht mit seiner «Rückkehr», sondern viel lieber mit «Entschädigungen» übersetzen, die die Herausgeber Claudia Gitelman und...
Dass Nina Vyroubova in den 1960er Jahren auch der Hamburgischen Staatsoper Starglanz verlieh, hat man hierzulande längst vergessen. In Frankreich dagegen war die gebürtige Russin nach wie vor eine Größe, obwohl sie sich nach dem Ende ihrer pädagogischen Tätigkeit ganz ins Privatleben zurückgezogen hatte. Viele Jahre über war sie schließlich die Muse von Roland...
