Hommage à Tatjana
Eine «Fanatikerin des Anspruchs» hat Klaus Geitel sie einmal genannt. Andere bezeichnen Tatjana Gsovsky als «Neuberin des neuen Tanz», als «Zarin des deutschen Balletts», die das Tanzgeschehen im Nachkriegsdeutschland und darüber hinaus so nachhaltig beeinflusst hat. Wen hat Tatjana Gsovsky nicht alles zur Mitarbeit angestiftet! Wie visionär waren ihre Vorstellungen von einem Berliner Ballett, das zwar die halbe Welt bereiste, aber zu Haus nicht dauerhaft Fuß fassen konnte.
Wo immer man das Buch der Akademie der Künste aufschlägt, finden sich Hinweise auf eine historische Leistung, die seinerzeit nicht immer erkannt, geschweige denn gewürdigt wurde. Auf über 300 Seiten trug Max W. Busch zusammen, was über und vor allem was von Tatjana Gsovsky gesagt wurde. So entsteht im Nachhinein aus Notizen und Interviews eine geradezu «authentische» Autobiografie. Darüber hinaus fanden sich im Nachlass nicht nur Überlegungen über «Bühne und Saal», «Die Arbeit des Choreographen», «Der Wille zur Form» oder «Der zeitgenössische Tanz», sondern auch ein Manuskript mit dem einfachen Titel «An einen jungen Lehrer», das man jedem angehenden Pädagogen ans Herz legen möchte. Unwiederbringlich verloren ...
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Trance und Ekstase sind für uns Kontrollverluste. Für Burkhard Gladigow in seinem soeben erschienenen Buch «Religionswissenschaft als Kulturwissenschaft» (Kohlhammer) ist Trance eine Besessenheit von außen. Ekstase dagegen ein Heraustreten nach außen. In Trance gerät man etwa durch einen Dämon.
Dieser Wahn mag noch an eine überwundene Form archaischer Religiosität...
Als ein «Rätsel des Entfliehens» hat Tatjana Gsovsky einmal den Ballettschuh bezeichnet und über die «kleinstmögliche Berührung mit der Erde», die «flüchtigste Spur» die Leichtigkeit ihres Seins wiederentdeckt. Angela Reinhardt, viele Jahre über Protagonistin der Komischen Oper Berlin, sieht das als Praktikerin vergleichsweise prosaisch. Obwohl von der «schwebenden...
Als in New Orleans die Dämme brachen, ergoss sich nicht nur eine stinkende Schmutzbrühe in die Stadt. Auch eine Welle der Barbarei schwappte in die Straßen der Metropole an der Mississippi-Mündung. Rettungshubschrauber wurden beschossen, Kinder vergewaltigt und gemeuchelt, Leichen geschändet, die Notquartiere der Stadt verwandelten sich in Vorhöfe der Hölle....
