Der Heilsame: Alain Platel
Nach der Schule wurdest Du Heilpädagoge. Was hat Dich dazu bewogen? Nach der Schule hatte ich keine Ahnung, was ich machen sollte. Ich war siebzehn Jahre alt und hatte Lust, für ein Jahr als Austauschschüler nach Amerika zu gehen. Ich kam nach Bristow in Oklahoma. Oklahoma ist das Land der Cowboys und der Prärie, und Bristow ist eine ganz kleine Stadt am Ende der Welt, 3000 Einwohner, aber 32 Kirchen. Die Gastfamilie hatte sechs Kinder und einen Laden, der gerade Bankrott gemacht hatte.
Alle Kinder mussten das Geld, das sie fürs Schulessen oder für Schulbücher brauchten, selbst verdienen, ich auch. Ich bekam einen Job bei einer Lehrerin, die mit lernbehinderten Kindern arbeitete und mich zu all den unterprivilegierten Familien mitnahm. Da habe ich wirklich die Schattenseite Amerikas kennen gelernt, schreckliche Armut und Verwahrlosung. Diese Lehrerin arbeitete auch mit hirngeschädigten Kindern und nahm mich oft mit in ein Rehabilitationszentrum. Die Arbeit dort hat mich ungeheuer fasziniert, und deshalb beschloss ich nach meiner Rückkehr, Heilpädagogik zu studieren.
Was genau hat Dich daran fasziniert? Ich glaube, es war eine Mischung aus perversem Interesse an allem, was gestörtes ...
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Der Beinwärmer nennt sich «Hübbe», und wer Lust hat, sich darin wie der künftige Ballettdirektor Kopenhagens zu fühlen, kann ihn sich kaufen: Mette Bødtcher wird’s möglich machen. Wie einst ihre Mutter hat die ehemalige Ballerina und derzeitige Charaktertänzerin des Königlich Dänischen Balletts ihr Danish Dance Design auf den Geschmack der Kollegen abgestimmt....
