Die Räumerin: Sasha Waltz
Sasha Waltz, Sie haben das Radialsystem in Berlin im vergangenen Sommer mit einem großen «Dialoge»-Projekt eröffnet. Das gesamte Gebäude wurde bespielt. Sie haben hier auch Ihren neuen Probenraum. Was bedeutet dieser neue Ort für Sie? Auf der einen Seite gibt es diesen Neubau aus Beton und Glas, ein wenig wie die Schaubühne, klar und streng, und auf der anderen Seite das Jahrhundertwende-Backsteingebäude aus der gleichen Epoche wie die sophiensæle, die wir in Berlin zu Anfang bespielten, dieser Kontrast gefällt mir sehr gut.
Es ist weder zu kalt-modern, aber auch nicht zu verspielt oder retro-romantisch und rückwärts gewandt. Das Besondere ist für mich aber, hier am Wasser zu sein. Man spürt das Klima, man sieht, auch wenn man drinnen ist, ob es windstill ist, oder ob es ganz viel Bewegung auf dem Wasser gibt. Man erlebt das Licht sehr stark, den Wechsel von Tag zu Nacht, man ist so nah am Himmel. Das beeinflusst natürlich auch die Arbeit.
Inwiefern? Ich arbeite praktisch entlang des Flusses. Im Probenraum der Berliner Schaubühne habe ich oft gewechselt und mal frontal, mal quer gearbeitet. Aber hier habe ich den Fluss im Rücken und nutze den Raum in seiner vollen Länge. Ich weiß ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
- Alle tanz-Artikel online lesen
- Zugang zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von tanz
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Pina Bausch, Bridget Breiner, Xavier Le Roy, Constanza Macras, Jean-Christophe Maillot, Hans van Manen, Alain Platel, Martin Schläpfer, Superamas, Sasha Waltz: quer durch den berühmten Gemüsegarten. Wie choreografieren die neun Choreografen und das Choreografenkollektiv, das sagt, es choreografiere nicht?
Ausgewählt haben wir sie wie in einem Gemüsegarten: Was...
Hübsch ist «sie» und posiert im weißen Dress an der hinteren Bühnenwand. Leise Klaviermusik von Erik Satie. Freundliches Lachen. Sie reckt sich und streckt sich ein bisschen, ändert die Position, um noch besser dazustehen. Macht «Hahaha». Wie beim ersten Mal. Positionswechsel. «Hahaha». Inzwischen eher ein rhythmisches Hacken als freundliches Lachen. Am Kleid...
«To be a performing artist in the next century, you have to be an educator, too.» Sir Simon Rattle
Stellt sich die Frage: Why not in this century? Jeder Musiker, jede Tänzerin, jeder Schauspieler, jede Regisseurin sollte in die Lage versetzt werden, ihre oder seine Ideen zu vermitteln und diese umzusetzen. Junge Künstler müssen überdies mehr als ihr Handwerk...
